FINALE, FINALE, auf ins FINALE…

Bericht: Manja Braunsdorf   Bilder: Manja Braunsdorf und Michal Pietrzak

Nach zwei Kampftagen – aber vier Kämpfen – und viel Ungewissheit im Vorfeld und der Freude darüber, dass überhaupt wieder Ringkampf im Kyffhäuserkreis und der Oberliga Sachsen-Anhalt stattfinden durfte – steht nun fest: Der AC Germania Artern steht im Finale der Oberliga Sachsen-Anhalt!

Das stimmt alle glücklich. So lange durfte nicht der geliebte Sport betrieben werden, so lange stand er unter engen Beschränkungen, die auch heute noch wirken, aber wir sind froh darüber, dass die Jugendlichen und Männer durchgehalten haben, sich nicht entmutigen ließen, dem Sport treu geblieben sind und ihr Bestes auf der Ringkampfmatte gegeben haben. Und wir freuen uns besonders darüber, dass uns auch die Fans und Unterstützer treu weiter an der Seite gestanden haben. Sie durften auch nur mit Einschränkungen daran teilhaben, aber sie waren trotzdem da, vor Ort, an den Bildschirmen, in Nachrichten auf SocialMedia und am Telefon. Wir sagen dafür vielen lieben DANK!

Doch nun zum 6. November. Der AC Germania reiste ins benachbarte Bundesland Sachsen-Anhalt nach Eisleben. Der Dreier-Rückkampftag stand an. Gegner waren, wie schon eine Woche zuvor, der KAV Mansfelder Land und die Kampfgemeinschaft Apolda / Sömmerda. Jeder musste wieder gegeneinander antreten, regelkonform stand im Rückkampf in der jeweiligen Gewichtsklasse der Stilartwechsel an. Das Schöne in Eisleben, es waren Zuschauer zugelassen, zwar mit 2G-Regel und in der Anzahl begrenzt, aber es reichte dafür, dass 40 unserer Anhänger in der Turnhalle in Eisleben mitfieberten. Und die Anreise sollte sich lohnen.

Den Beginn des Wettkampftages machten die Mannschaften KG Apolda/Sömmerda gegen KAV Mansfelder Land. Hier siegten die Gäste sicher und ungefährdet.

Anschließend gingen unsere Germanen zur ersten Begegnung auf die Ringkampfmatte gegen die KG Apolda/Sömmerda. Trainer André Günther musste unter der Woche ordentlich überlegen und die Mannschaft aufgrund von Engpässen umstellen, einige der Männer mussten Gewicht machen, auch ihre angestammte Stilart verlassen. Die Überlegungen gingen trotzdem auf. Jeweils ein Kampf auf jeder Seite ging kampflos mit jeweils 4 Punkten an den Gegner. Ilarion Altenburg kam hierbei kampflos zu den Punkten, Christian Mehlig setzte sich technisch überlegen gegen Michal Braun nach nur knapp einer Minute durch. Tim Salzmann Stilart ungewohnt hatte seinem Gegner nichts entgegen zu setzen, auch André Günther musste vom Gewicht machen abgekocht seinem Gegner die Punkte technisch unterlegen überlassen. Aber Michal Pietrzak und Ibrahim Ismailov holten dafür souverän und technisch überlegen die Wertungen nach Artern. Ihnen gleich taten es auch Christopher Brunke und Marcus Winter jeweils mit einem Schultersieg. Marcus zeigte zum Abschluss des Mannschaftskampfes, dass sich kämpfen lohnt. Er selbst geriet durch einen Kopfhüftschwung von Rene Seydewitz in die gefährliche Lage. Doch er hielt dagegen und konnte die Situation sehenswert umkehren. Hier hatte dann Sportfreund Seydewitz das Nachsehen und konnte sich aus der Festhalte von Marcus nicht mehr befreien. Verdient ging der Mannschaftskampf dann mit 24 zu 12 Punkten an die Germanen.

Es folgte eine kurze Erholungspause ehe es konzentriert für die Männer weiter ging. Der nächste Gegner war dann der KAV Mansfelder Land. Die Aufstellung wurde etwas geändert. Wieder gingen zwei Gewichtsklassen kampflos mit je 4 Punkten an die andere Seite. Der KAV konnte die 80kg-Freistil nicht besetzen, was Ibrahim Ismailov die Punkte kampflos sicherte. Artern konnte dafür die 71kg-Freistil nicht bedienen, was wiederum Eisleben die Punkte bescherte. Lange sollten das nachfolgend die einzigen Punkte für den KAV bleiben. Denn unsere Jungs zündeten ein Feuerwerk… Tim Salzmann kam stilartfremd zu einem Schultersieg, ihm gleich erkämpfte sich André Günther nach einer Minute den schnellsten Schultersieg des Tages. Auch Christian Mehlig, Christopher Brunke und Pascal Göbel konnten sich souverän gegen ihre Gegner mit Schultersiegen durchsetzen und sicherten so vorzeitig den Mannschaftssieg.  Den Abschluss des Kampfabends bildete die Begegnung in der 75kg-Gewichtsklasse griechisch-römisch. Hier stand Jonas Michel keinem geringerem als dem Eislebener Routinier Marcus Breitschuh gegenüber. Jonas zeigte keine Angst und kämpfte bemüht gegen den deutlich erfahreneren Sportfreund. Doch er hatte ihm nichts entgegen zu setzen und geriet bereits in der ersten Hälfte in gefährliche Lage aus der er sich nicht mehr befreien konnte. Verdient gingen diese Punkte noch nach Eisleben. Doch das tat der Freude keinen Abbruch mehr. Mit 28 zu 8 holte sich Artern den Sieg in diesem Kampf, als auch in der Gruppe C nach den beiden Wettkampftagen.

Eine tolle Leistung und beglückwünscht von den mitgereisten Fans. Trainer André Günther zeigte sich mit Worten der Zufriedenheit nach dem Kampftag: „Ich bin zufrieden mit der Mannschaftsleistung. Nach einer so langen Pause haben wir wieder zueinander gefunden und gezeigt, dass wir das Ringen nicht verlernt haben. Wir haben bewusst die Aufstellung zu jedem Kampf geändert um jedem Sportler nach der Corona-Pause die Chance zu geben wieder Liga-Luft zu schnuppern.“

Nun heißt es kurz ausruhen, Kräfte sammeln und an den Schwächen arbeiten und damit für die anstehenden beiden Finalkämpfe vorbereiten. Denn einfach wird es dort sicher nicht. Der Gegner entschied sich am 07. November 2021 in den letzten Kämpfen der Gruppe B zwischen Hennigsdorfer RV und RV Hannover sowie 1. SC Luckenwalde II und RV Hannover. Hier wurden die Sportfreunde aus Luckenwalde die Sieger in der Gruppe B und stehen damit als Finalgegner für die Germanen fest.

AC, AC, AC!!!

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