Spannender Ringkampfabend mit Glücklichen Ende für die Hausherren

AC Germania – KG Frankfurt/Oder 22:16

Zum vorletzten Kampftag in der Regionalligasaison 2012 hatte der AC Germania den Tabellendritten aus Frankfurt/Oder zu Gast. Die junge Mannschaft von Sebastian Möser reiste hochmotiviert aber nicht in Bestbesetzung an. Die „Freistilachse“ weilt seit Freitag bei einem FILA-Turnier in Helsinki und Olympiateilnehmer Markus Thätner war persönlich verhindert. Bereits vor dem Wiegen begann das Rechnen um die Punkte und ACG-Coach Michael Getschmann sowie Co-Trainer Mario Panitzsch rechneten sich trotz der Tabellenkonstellation leichte Chancen aus.

Beim offiziellen Wiegen wurde die Stimmung dann etwas gedrückt, 55kg-Starter Tim Walther überschreitete das Gewichtslimit um nur 50g und war damit nicht Startberechtigt. So wurde der erste Kampf nur als Freundschaftskampf ausgetragen und die ersten vier Punkte gingen an Paul Fischer nach Frankfurt.

Eine sichere Bank ist weiterhin Daniel Geist (120kg/FR). Gegen den keineswegs schlechten Marcel Böhme setze „Geisti“ all seine Routine eine und war in den entscheidenden Momenten immer einen Tick besser als der Frankfurter. Hier gingen alle drei Runden an den ACG.

Genau wie im Hinrundenkampf hatte es Stephan Knopf (60kg/FR) mit Tim Bitterling zu tun. Die ersten beiden Runden wurden jeweils im Zwiegriff entschieden, im weiteren Kampfverlauf ging es hin und her, beide schenkten sich nichts und kämpften um jede Wertung. Quasi in letzter Sekunde der entscheidenden fünften Runde konnte Stephan den Kampf für sich entscheiden und Revanche nehmen für die Niederlage im Hinkampf.

Jan Friedl (96kg/GR) musste erneut im ungeliebten Griechisch-Römischen Stil antreten. Taktisch gut eingestellt ließ er gegen Christoph Matz nicht viel zu und verlor jede Runde nur mit 1:0. Da der Frankfurter allerdings keine Technische Wertung erzielen konnte ging der Kampf mit nur einem Punkt an die Gäste.

Im letzten Kampf vor der Pause hatte Patrick Ortmann (66kg/GR) mit Alexander Grebensikov einen ganz dicken Brocken vorgesetzt bekommen. Die 30 Sekunden Pausenzeit reichten nicht ganz um die vielen Erfolge, darunter EM- und WM-Teilnahmen des Frankfurters vorzustellen. Patrick sollte ohne Druck versuchen mitzuringen und das Beste aus diesem Kampf zu machen, Grebensikov zeigte dann aber gleich in der ersten Runde sein Können und begeisterte das Publikum mit Rollen und einem Wurf. In der zweiten Runde musste sich Patrick dann nach einem Axelwurf auf Schultern geschlagen geben. Somit stand es zur Pause 10:6 für die Gäste.

Im Anschluss hatte es Maximilian Heft (84kg/FR) mit Andreas Göldner zu tun. Nach Anfänglichen Belauern ging die erste Runde mit 1:0 an Maximilian. In der zweiten Runde nutzte „Hefti“ einen Konter im Zonenkampf um seine Spezialtechnik anzusetzen und zwang Göldner damit auf die Schultern.

Konstantin Kersten hatte im Limit bis 66kg/FR keinen Gegner, hier gingen die vier Punkte Kampflos an den ACG.

Ein weiterer Leckerbissen wartete im Kampf von Oldrich Varga gegen Richard Mahn im Limit bis 84kg/GR auf die Zuschauer. Oldrich, der erneut eine Gewichtsklasse aufrückte lag Gewichtsmäßig deutlich unter dem kräftigen Frankfurter. Nach verlorener ersten Runde, stellte sich Mahn besser auf unseren Tschechen ein und nutzte seinen körperlichen Vorteil im Bodenkampf eiskalt aus. Damit musste Oldrich seine erste Saisonniederlage hinnehmen was ihn nach dem Kampf sichtlich ärgerte.

Vor den letzten beiden Kämpfen stand es 15:14 für den ACG und der Kampfausgang war völlig offen. Kapitän Christian Kleint (74kg/GR) wollte den Sack aber unbedingt schon zu machen und das merkte man ihm auch an. Mit einem Kraftakt und taktischer Meisterleistung bezwang „Oppi“ Felix Wolf in einem dramatischen fünf Runden Duell und die Halle Stand auf dem Kopf.

Als anschließend Juan Nquyen (74kg/FR) bereits nach wenigen Sekunden Patrick Nagler mit einem Wahnsinns Einsteiger auf die Schultern beförderte hielt es in der Unstruthalle keinen mehr auf den Plätzen. Juan stellte mit seinem Sieg den absolut unerwarteten 22:16 Sieg gegen die Favoriten aus Frankfurt klar und wurde dafür verdient gefeiert.

„Damit haben wir einen weiteren wichtigen Schritt in Richtung Saisonziel geschafft“ – resümierte Michael Getschmann nach dem Kampf. Nächste Woche haben die Germanen Kampfpause bevor es anschließend im letzten Kampf der Saison Zuhause zum Kracher gegen den RV Lübtheen kommt. Im Anschluss daran gibt es die obligatorische Saisonabschlussfeier – ganz sicher mit der einen oder anderen Überraschung…

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