AC Germania im Fernsehen

Spiel

AC Germania Artern RSV Rotation Greiz

10 - 18

17. Spieltag

12. Dezember 2015, 19:30

Unstruthalle

Bericht

2015-12-13-001

Daniel Geist kämpfte gegen Sebastian Wendel konzentriert und sicherte die ersten Punkte für die Germanen.

Bericht: Thomas Grosche

Bombenstimmung, volle Hütte, die Hälfte der 10 Kämpfe gewonnen, MDR am Mattenrand, Abschlussparty mit der ganzen Mannschaft bis in die frühen Morgenstunden, zuwenig Schlaf, leichter Kopfschmerz.

Das war der Schnelldurchlauf des letzten Heimkampftages aus der Sicht des Schreiberlings. Sicher in diesem Falle emotionslos, doch kurioser Weise, es ist alles gesagt. Verwendbar für die Tageszeitung, der echte Fan hat es dann aber doch in ausführlicher Form verdient.

Was war das wieder für ein Ringkampfabend im Hexenkessel zu Arten.

Die Chancen standen schlecht, der Gegner war absoluter Favorit und trotzdem entwickelte sich in Arten einmal mehr ein Ringkampf, der allen Zuschauern und den Sportlern einfach nur Spaß gemacht hat.

Die Hoffnung, der Tabellenvize kommt im Schongang nach Artern, hatte sich schon an der Waage zerschlagen. In Topbesetzung und mit einem Bus voller Fans waren die Greizer weit vor dem Anpfiff vor Ort und harrten der Dinge die da kamen.

Die Germanen mussten den verletzten Juan Nguyen ersetzen, standen sonst aber auch in Topformation auf der Matte. Am Mattenrand stand der ganze Rest des Kaders und unterstütze das Team nach Leibeskräften.

Verstärkung schickte auch der MDR, ein Kamerateam war vor Ort, um dieses Phänomen des Ringens in Artern zu digitalisieren. Am Montag ab 19.00 Uhr gibt es dann den AC Germania im MDR Regionaljournal Thüringen in jedem Wohnzimmer. Verrückt, es soll ja in Artern Leute geben, die waren wirklich noch nie beim Ringen.

Die Zusatzmotivation einer TV-Reportage brauchte allerdings keiner der Germania-Ringkämpfer, wieder einmal rissen sich alle den Saum aus dem Frack um ihr Bestes zu geben.

Das es am Ende mal wieder nicht gereicht hat, liegt an der individuellen Klasse einzelner Sportler, die sich die Greizer für diese Saison gesichert hatten.

So holte der Berliner Sven Cammin, die Moldawier Vladimir Codreanau, Vladimir Gotisan und der Russe Daniel Sartakov die Maximalpunktzahl für die Gäste. Auch wenn sich Anulak Eisenhart und Alexander Lehmann als Youngster im Team, sowie Steve Brylla und der in die Gewichtsklasse bis 75 kg aufgerückte Tim Walther nach Leibeskräften wehrten, diesmal war nichts zu holen. Trotzdem wurden die Germanen vom stimmungsvollen und dankbaren Publikum gefeiert.

Ja, auch das Publikum war wieder einmal phänomenal. Man hat es verstanden, trotz der misslichen Tabellensituation aus diesem Kampfabend einfach eine sportlich ambitionierte Party zu machen und die Möglichkeit zu nutzen, den Ringkämpfern des AC einfach nur Danke zu sagen.

So zog sich der Applaus der zahlreichen Fans wie ein roter Faden durch den ganzen Abend.

Egal ob verloren, oder gewonnen, gut da lag der Pegel auf Anschlag, es war Stimmung in der Bude.

Richtig durchdrehen konnten die Fans dann beim Kampf von Daniel Geist. Im Duell gegen Sebastian Wendel kämpfte Geisti clever und holte sich den verdienten Punktsiegen.

Richtig gefunkt hatte es zwischen Palmen Tashev und dem Polen Lukasz Konera, einer Paarung, die es auch bei internationalen Turnieren im nächsten Jahr geben wird.

Plamen punktet unter dem Jubel der Fans und gewinnt 7 zu 2.

Auf der Welle der Begeisterung wird auch Marco Scherf getragen. In Null Komma Nichts punktet sich Marko 6 zu 0 in Führung. Leider muß er der Erfahrung und er Fitness von Brian Tewes Tribut zollen und verliert am Ende nach Punkten. Trotzdem Riesenapplaus für Marko Scherf.

Gefeiert wird auch Allzweckwaffe Michal Pietrzak. Der sympathische Pole, schon als Kind weilte er mit den Ringkämpfern aus Poznan zum Sportleraustausch an der Unstrut, hatte sich schon längst in die Herzen der Fans gekämpft. Mit Konstantin Sommer macht Michal kurzen Prozess und schultert den Greizer nach nur einer Minute.

Siege sind im Sport das Salz in der Suppe und wer schon einmal am Herd gestanden hat, weiß wovon die Rede ist. Und so würzen unser beiden Tschechen noch einmal kräftig nach.

Oldrich Varga zermürbt in bekannter Manier Thomas Leffler. Der Greizer zeigt sich zu passiv und wird mehrfach von Kampfrichter Daniel Keim ermahnt. Olda holt sich so Punkt für Punkt. Sieg Numero 4 für den AC.

Mit offenem Visier kämpfen Jan Zizka und Toni Stade. Nach 4 Minuten steht es 2 zu 5 für den Greizer. Doch Jan steckt nicht auf, ist klar der aktivere Kämpfer auf der Matte und entscheidet den Kampf kurz vor Ende unter dem Jubel des Publikums mit 6 zu 5 für sich. 5 zu 5 steht es nach Siegen am Ende des Thüringenderbys zwischen dem AC Germania und dem RSV Rotation Greiz, doch der Punktestand von 10 zu 18 zeigt eine andere Wahrheit. Der letzte Tabellenplatz ist damit fix, bitter aber nun nicht mehr zu ändern. Die Verantwortlichen des AC Germania haben bereits vor Wochen den unbedingten Willen zum Verbleib in der Liga gegenüber dem Deutschen Ringerbund signalisiert. Noch steht aus, was sich in Sachen Auf- und Abstieg im Gefüge des DRB tut. Sportler und Fans hoffen nun, das es auch im nächsten Jahr in der 2. Bundesliga weiter geht. Wir drücken die Daumen. AC,AC,AC.


Einzelergebnisse

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One Response to AC Germania im Fernsehen

  1. Echt geil. Leider muss ich arbeiten. Vllt kann man es ja auf MDR. De nochmal sehen

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