Vom Ringen, Motorschäden und viel zu wenig Glühwein

Spiel

KFC Leipzig AC Germania Artern

28 - 8

17. Spieltag

10. Dezember 2016, 19:30

Ringerhalle Leplaystraße

Bericht

2016-12-11-001

Matous Morbitzer besiegte Arne Brömme mit spektakulären Würfen.

Bericht: Thomas Grosche

Auch wenn die Ergebnisse ausbleiben, es wird nicht langweilig beim AC Germania Artern.

Und nach dem Motto „ Wenn einer eine Reise tut, dann kann er viel erzählen“ tun wir hier Kund, was diesmal wieder so alles schief ging beim AC Germania.

Ziel war die Sachsenmetropole Leipzig, bekannt für ihre trollige Mundart, einen riesigen Weihnachtsmarkt und mittlerweile auch für den Fußball von RB. Letzteres spielte eine eher untergeordnete Rolle, schließlich sind wir ja Ringkämpfer.

Da es neben dem Ringen natürlich Zuspruch für den Weihnachtsmarkt gab, war die mitreißende Fangemeinde überdurchschnittlich groß. Doch um ein Haar wäre  der Abtransport der Fans nach Leipzig in die Hose gegangen. Pünktlich zur Mittagszeit flatterte die Hiobsbotschaft durch den Äther. Motorschaden beim Reisebus, Ersatz in der Größe nicht verfügbar. Feierabend.

Fast, denn Dank einiger umtriebiger Germanen, der Firma E.B.A aus Artern und erst recht dem Busunternehmen Stottmeier aus Schönewerda war es möglich, in letzter Sekunde eine Lösung zu finden um Mann und Maus in die Messestadt zu karren. Vielen Dank an dieser Stelle dafür.

Die erste Hürde war genommen, dem Besuch auf dem Weihnachtsmarkt stand nichts mehr im Wege. Erstaunlicher Weise hatte ganz Mittelerde den gleichen Gedanken. Man traf sich in Leipzigs Innenstadt. Wahnsinn, was da alles auf den Beinen war. Wohl dem, der irgendwo in einer der vielen Warteschlangen zum Ziel kam um sich mit Speis und Tank zu versorgen. Wer sich hier einen hinter die Binde kippen wollte, musste ein ausgesprochen geduldiger Mensch sein.

Um so entspannter ging es in der Ringerhalle zu. Hallenhoheit hatten die vielen Germaniafans allemal, ein paar Leipziger Zuschauer waren auch darunter. Hut ab vor den vielen Fans, die ihrer Mannschaft in dieser schwierigen Zeit die Stange halten.

Schließlich jagt hier eine Katastrophe die nächste, um so erstaunlicher, dass Trainer Michael Getschmann überhaupt eine startberechtigte Aufstellung auf die Wiegeliste bekam.

Nachdem Daniel Geist nach Luxation des Ellenbogengelenkes ein kleines Päuschen einlegen muss, ist nun auch noch Oldrich Varga kaputt gegangen. Eigentlich sollte er am Wochenende bei der WM in Budapest an den Start gehen, doch ein Totalausfall seiner Bewegungsfähigkeit machte ihm einen Strich durch die Rechnung. Noch konnte keine eindeutige Diagnose gestellt werden, wir drücken Olda die Daumen.

Geisti war trotz Verletzung als Zuschauer mit am Start um sein Team zu unterstützen. Leider half das nicht allzu viel, das Kind lag längst im Brunnen.

Tim Salzmann, schwer erkältet, war ein Schatten seiner selbst. Gegen Ion Lefter hatte er an keine Chance. Markus Knobel, mit noch nicht ausgeheilter Verletzung, traf das gleiche Schicksal, wie den angeschlagenen Alexander Lehmann. Beide stellten sich in den Dienst der Mannschaft.

Tim Walther, gerade von einer heftigen Angina genesen, war alles andere als fit. Trotzdem versuchte er sein Möglichstes. In Runde 2 kollabierte dann der Kreislauf und bei Tim ging das Licht aus.

Ganz nah dran war Christian Mehlig. Zur Pause führte er 6 zu 4 gegen Alexander Hast. Doch einige strittige Kampfrichterentscheidungen brachten den Germanen aus dem Konzept. Er kam von seiner Linie ab und ging leider unter.

Schade, gerade Christian wäre ein Sieg zu wünschen gewesen. Da er im rollenden Schichtsystem arbeitet, muss er für jeden Kampf einen Tag Urlaub nehmen. Hut ab vor soviel Einsatzbereitschaft.

Vergeblich wehrte sich Stephan Knopf gegen Adam Bienkowski. Bis zur letzten Minute hielt er dagegen, musste aber letztendlich doch die Segel streichen.

Für Stimmung sorgten wieder einmal die Germanen mit der weitesten Anfahrt. Erst rang Michal Pietrzak Jan Richtsteig nieder. Immer wieder überzeugt der Pole durch seinen Kampfgeist.

Dann nimmt Matous Morbitzer Jan Brömme auseinander. Mit sehenswerten Überwürfen macht Matous innerhalb von 4 Minuten sein Punktekonto voll.

Jan Zizka, immer wieder Stütze des AC, holt die letzten Punkte für die Arterner. Im Duell mit Max Stur behält Jan jederzeit die Übersicht und kann als aktiverer Kämpfer erfolgreich punkten. 6 zu 2 steht es am Ende für den sympathischer Prager.

So endet der Kampf 28 zu 8. Nein die Germanen konnten sich nicht mit Ruhm bekleckern. Aber ehrlich, wer hatte Anderes erwartet. Wie ein roter Faden zieht sich ein Schicksalsschlag noch dem anderen durch die Saison. Jetzt gilt es, den letzten Kampf der Saison am Samstag in Artern vor heimischen Publikum mit Würde zu bestehen. Was in der Zukunft aus der Bundesliga wird, steht momentan noch in den Sternen. Der DRB und die Deutsche Ringerliga liegen miteinander noch im Clinch. Richtig interessant wird es nach dem 20.12.2016, denn da ist Meldeschluss für die Bundesligasaison 2017.

Auch die 2. Mannschaft kam am Wochenende in Weißwasser unter die Räder. Revanche gibt es am Samstag ab 17.30 Uhr in der Turnhalle Unstrutstraße. Der Artikel zum Hinkampf folgt.


Einzelergebnisse

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Bilder

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One Response to Vom Ringen, Motorschäden und viel zu wenig Glühwein

  1. Ein Lob für den Kampfgeist der Sportler, eins für die Organisatoren der Fahrt und eins für unsere Fan- und Germanengemeinde!

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