Michael Getschmann: „Fünf bis sechs Verstärkungen sind der Plan!“

Arterns Ringertrainer über den Zweitliga-Aufstieg, seine persönlichen Wünsche und das bevorstehende Weihnachtsfest

Das Interview wurde geführt von: Alexander Krospe (Thüringer Allgemeine)

Nach dem ersten Zweitliga-Aufstieg der Vereinsgeschichte am Samstagabend sollen Arterns Ringer ordentlich gefeiert haben. Haben Sie den Party-Marathon gut überstanden?

Ja klar. Ich hatte am Sonntag noch ein bisschen Nachwehen durch das Schlafdefizit. Aber das Feiern gehört bei einem Aufstieg einfach dazu. Meine Frau war auch dabei, so dass es Zuhause keinen Ärger gab (lacht).

Haben Sie inzwischen realisiert, was der AC Germania da erreicht hat oder ist das alles noch wie ein Traum?

Ich habe das schon verarbeitet. Die Gedanken kreisen schon darum, wie wir die Sache in der zweiten Bundesliga angehen werden.

Mit dem aktuellen Kader wird man in der zweiten Liga nicht bestehen können. Nun können Sie die Jungs, die den Aufstieg gepackt haben, auch nicht vor den Kopf stoßen. Wie gehen Sie das  Thema an?

Die Jungs wissen ja selbst, wer in der zweiten Liga mitringen kann und für wen die Liga eine Nummer zu groß ist. Machen wir uns mal nichts vor, Maximilian Heft und Nick Ratayczak werden es in der zweiten Liga schwer haben. Auch Tim Salzmann und Stephan Knopf könnten Probleme kriegen. Trotzdem brauchen wir sie im Kader, denn in so einer Saison ist ja auch viel Strategie mit dabei.

Was konkret meinen Sie?

Bei schweren Gegnern, denen wir ohnehin nicht das Wasser reichen können, kann man die Athleten einsetzen, um sie Erfahrungen sammeln zu lassen. Bei Gegnern auf Augenhöhe müssen wir dann eben zusehen, dass wir mit dem bestmöglichen Kader Punkte für den Klassenerhalt sammeln können. Aber wir können ja ohnehin nicht ständig die neuen Athleten im Kader einsetzen.

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Stolz zeigt der Meistertrainer seine Medaille, seine Bilanz als ACG-Coach kann sich durchaus sehen lassen!

 

Wie viele Athleten sollen denn kommen?

Fünf bis sechs Verstärkungen sind momentan der Plan.

Auf was muss sich Artern und ganz speziell der AC Germania in der zweiten Bundesliga denn einstellen?

Wir haben in der abgelaufenen Saison festgestellt, dass unsere Sportler den anderen überlegen sind. In der zweiten Bundesliga dagegen werden wir gegen Weltmeisterschafts- und Europameisterschaftsteilnehmer kämpfen. Auch die Athleten der diversen Olympiastützpunkte werden unsere Gegner sein.  Wir haben in der letzten Saison alle Gegner ernst genommen und ich hoffe, dass unser Publikum im nächsten Jahr auch uns ernst nimmt und fair behandelt, wenn wir eventuell bei manchen Kämpfen einige Klatschen kassieren. In der zweiten Bundesliga müssen wir uns erst einmal mit Brotkrümeln zufrieden geben.

Wenn Sie einige Weihnachtswünsche äußern dürften: Wie würden diese lauten?

Ich wünsche mir, dass unsere Helfer uns nach wie vor die Stange halten. Und ich wünsche mir ein Entgegenkommen von der Stadt. Die Schlagzeile am Montag in der Zeitung, dass Artern in die zweite Bundesliga aufgestiegen ist, zeigt, dass da etwas entsteht in Artern und wir dieses kleine Städtchen in Nordthüringen gut repräsentieren. Jeder Arterner sollte stolz sein, wenn seine Stadt und der Verein so im Fokus steht.

Es gab Gerüchte, dass Sie als Trainer aufhören wollen. Können Sie diese entkräften?

Ich wollte eigentlich letztes Jahr schon aufhören. Meine Arbeit, die Familie und der Sport, das ist sehr zeitaufwendig. Aber es fehlt an Leuten, die die Lücken schließen. Wir haben unser Ziel vom Aufstieg erreicht, da kann ich als Trainer nun keinen Rückzieher machen.

Jetzt steht aber erst einmal die Winterpause und erholsame Feiertage an. Können Sie die Ruhe genießen?

Ich selbst bin auch ein Vollblutsportler. Im Keller stehen meine Skier. Ich warte, dass endlich Schnee kommt. Und wenn der nicht zu mir kommt, komme ich eben zum Schnee. Außerdem müssen wir die nächste Saison vorbereiten, das geht jetzt schon los mit Athletengesprächen und so weiter. Meine Gedanken sind jeden Tag beim Ringen.

Zumindest an Weihnachten können Sie aber abschalten?!

Naja, ich muss noch an alle Athleten Weihnachtsgrüße versenden. Das gehört schon dazu und dauert beispielsweise auf tschechisch für Oldrich Varga und Jan Ziska eben auch ein bisschen länger.

Wie feiert Familie Getschmann denn Weihnachten?

In diesem Jahr groß. Die Familie von meiner Frau kommt zu Besuch. Sonst feiern wir mit meinen Eltern im kleinen Kreis. Heiligabend gibt es Kartoffelsalat und Würstchen. Weihnachten wird bei uns eben typisch deutsch gefeiert.

Möchten Sie noch einen Weihnachtsgruß loswerden?

Ja, unbedingt. Am Samstag nach dem Kampf wollte ich das schon sagen, war dann aber zu heiser. Ich wünsche allen treuen Helfern, die sich so für den Verein einsetzen, allen Sponsoren aber auch den treuen Fans ein richtig schönes Weihnachtsfest und bedanke mich für die Unterstützung im Jahr 2014!

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8 Responses to Michael Getschmann: „Fünf bis sechs Verstärkungen sind der Plan!“

  1. Ringer says:

    Diese kommentare sind mal von idioten geschrieben. Klar muss sich ein Verein verstärken der von der Regionalliga MD aufsteigt in die 2 BL, sonst hat man die Ergegnisse vom letzten Jahr umgedreht stehen und dann heulen die selben leute wie jetzt rum das der Verein nicht nachgedacht hätte und das Team verheizt hat. und es geht nicht darum die Leute raus zu werfen sondern sich geziehlt und gut zu verstärken. Eine Saison ist lang und Verletzungen können auftreten, oder, oder, oder und lieber mal 2 gute Leute als einer der verletzt ausfällt und nicht ersetzt werden kann.

    Bitte erst nachdenken was so ein schritt für die Sportler, den Verein und die Fans heisst. Das wird eine harte Saison und man wünscht nur das Beste.

  2. Fan says:

    Viel dümmer gehts nicht! Ich würde mich als Sportler aber bedanken für diese Aussage.

  3. Klaus says:

    Das ist ja mal echt hart den genannten Sportlern gegenüber, da hätten ja fast alle aufgezählt werden können. Während der Saison hatte man bei euch echt das Gefühl, dass ihr als TEAM aufsteigt aber diese Aussagen gehen ja mal garnicht. Da werden Sportler angesprochen welche bei anderen Vereinen mit Kusshand genommen werden, hoffentlich bleibt das so nicht stehen.

  4. hauptsache ihr lasst bei den ganzen verstärkungen die jetzige mannschaft nicht ganz plötzlich fallen

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