{"id":6200,"date":"2018-08-07T15:22:31","date_gmt":"2018-08-07T14:22:31","guid":{"rendered":"https:\/\/www.ac-germania.com\/?p=6200"},"modified":"2018-08-07T15:22:31","modified_gmt":"2018-08-07T14:22:31","slug":"neue-lebensabschnitt-fuer-junge-ringkampftalente-beginnt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.ac-germania.com\/?p=6200","title":{"rendered":"Neue Lebensabschnitt f\u00fcr junge Ringkampftalente beginnt"},"content":{"rendered":"<h5>Bericht: Manja Braunsdorf<\/h5>\n<p><strong>Joy-Chantal Kie\u00dfler und Max Neubert vom AC Germania wechseln mit dem neuen Schuljahr an die Sportschule<\/strong><\/p>\n<p>Erstmals seit vielen Jahren k\u00f6nnen wieder zwei junge Germanen zur Sportschule delegiert werden. Dies war kurz vor Beginn des neuen Schuljahres Grund genug f\u00fcr eine lockere Gespr\u00e4chsrunde im Ringerhaus in Artern mit den beiden jungen Sportlern. Max Neubert aus Ringleben und Joy-Chantal Kie\u00dfler aus Gorsleben kamen gut gelaunt zum Interviewtermin. Manja Braunsdorf, selbst mal Internatssch\u00fcler und mit Option zur Sportschule nach Halle versehen, hatte viele Fragen an die jungen Ringk\u00e4mpfer, aber auch an ihre Trainer und die Eltern. <\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-5651\" src=\"https:\/\/www.ac-germania.com\/A_ACG\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2018\/08\/2018_08_07_Sportschule.jpg\" alt=\"\" width=\"800\" height=\"665\" \/><\/p>\n<p><strong>Max<\/strong> wird ab dem kommenden 7. Schuljahr, das Sportgymnasium in Leipzig und das Leistungszentrum in der Leplaystra\u00dfe besuchen. Trainer werden hier, neben dem in Artern gut bekannten, Andreas Bering, auch Daniel Wilde und Florian Rau sein. Max trainiert schon seit seinem 5. Lebensjahr beim AC Germania Artern. Damals animiert durch ACG Coach Michael Kinitz, welcher bei Papa Thorsten Neubert angestellt war, besuchte Max das Ringkampftraining. Neugierig pr\u00fcfend, was Ringen denn so eigentlich ist und ob das Training in Artern Spa\u00df macht. Die ersten Einheiten auf der Ringermatte gefielen und Max blieb der Sportart treu.  Auf die Frage, was ihm an diesem Kampfsport so gef\u00e4llt, fand Max klare Worte. Der Spa\u00df, die Erfahrung beim Wettkampf, das pers\u00f6nliche Kr\u00e4fte messen mit anderen Sportlern, die M\u00f6glichkeit neue Freunde zu finden und die Disziplin, die die Sportart Natur gem\u00e4\u00df mit sich bringt, all das gef\u00e4llt ihm. Aber er betonte auch, dass gerade das Training in Artern, die Gemeinschaft und abwechslungsreichen Trainingslager, aktive gemeinsame Ausfl\u00fcge und gesellige Grillnachmittage mit der Trainingsgruppe in immer wieder bei seiner Entscheidung f\u00fcr den Sport best\u00e4rkt haben. Das er sich trotzdem f\u00fcr den neuen Weg und den Wechsel an die Sportschule entschieden hat, hat rein sportliche Gr\u00fcnde und soll den Kontakt zum Verein und den Sportfreunden in Artern auch nicht schm\u00e4lern. Die Sportschule bietet intensivere Trainingsm\u00f6glichkeiten, mehr anspornende Trainingspartner und die Chance, die pers\u00f6nliche Leistung zu verbessern und eigenen sportlichen Zielen weiter n\u00e4her zu kommen. Seine erste Zielstellung konnte Max unmissverst\u00e4ndlich verdeutlichen. Deutscher Meister m\u00f6chte er werden, aber auch bei internationalen Turnieren erfolgreich an den Start gehen. Der Rest wird sich dann zeigen. Gefragt nach seiner Lieblings-Ringertechnik schaute er kurz zu Coach Gerhard G\u00fcnther und erkl\u00e4rte dann sofort, na klar, der Wurf \u00fcber die Brust im Griechisch und die sog. Spindel (Beinschraube) im Freistil. Beides kann er gut und wendet er auch gern an. F\u00fcr Leipzig entschied sich Max, da dort bereits viele bekannte Sportfreunde trainieren und Weitere mit ihm dorthin wechseln. Die Schule und das Trainingszentrum genie\u00dfen seit Jahrzehnten einen guten Ruf und deren Sportler sind sehr erfolgreich. Ein Punkt der die Entscheidung f\u00fcr Leipzig ebenfalls beeinflusste, ist die doch geringe Entfernung in die Heimat. Max m\u00f6chte versuchen auch weiterhin in Artern ab und zu mittrainieren zu k\u00f6nnen. Wenigstens an den Freitag Abenden. Die Abschlussfrage konnte Max auch \u2013 wie aus der Kanone gefeuert \u2013 beantworten. Sein sportliches Vorbild im Ringen ist Frank St\u00e4bler, selbst noch aktiv und mittlerweile zweifacher Weltmeister und mehrfacher Deutscher Meister. Sicher eine gute Wahl. <\/p>\n<p><strong>Joy-Chantal<\/strong> wird ab 20. August ebenfalls die 7. Klasse besuchen, nicht in Leipzig, sondern an der Sportschule und dem Ringerleistungszentrum in Frankfurt\/Oder. Sie folgt damit ihrer ehemaligen Arterner-Sportfreundin und ihrem pers\u00f6nlichen Vorbild Katharina Gilewitsch, welche schon einige Jahre die Sportschule besucht. Zum Ringen kam Joy \u00fcber ihre Schulfreundin Lena Bauer. Diese erz\u00e4hlte der damals 8-j\u00e4hrigen vom Ringkampftraining und \u00fcberredete sie, doch einmal mitzukommen. Sie hatte dann Spa\u00df an dem Training, lernte viele neue Freunde kennen. Schade findet sie heute nur, dass nicht mehr so viele M\u00e4dchen, wie bei ihrem Eintritt, den Sport mit betreiben. Dies, so betonte sie, soll nicht hei\u00dfen, dass sie mit den Jungs nicht zurechtkommt. Das gemeinsame Training ist kein Problem und ist im Ringkampfsport f\u00fcr die Jugendlichen normal. Joy sch\u00e4tzt beim Ringen die direkte Auseinandersetzung und die regelm\u00e4\u00dfig aktive sportliche Bet\u00e4tigung, die sie k\u00f6rperlich mehr fordert, als manche andere bekannte Sportart. F\u00fcr die Sportschule in Frankfurt entschied sie sich, weil sie sich davon eine Leistungssteigerung erhofft, sie mit anderen M\u00e4dchen und deutlich mehr Trainingspartnerinnen trainieren kann. Auch die zuk\u00fcnftige Selbstst\u00e4ndigkeit, die sich schon aus dem Internetaufenthalt in der Ferne ergibt, sieht sie als Herausforderung und Ansporn. Joy freut sich aber auch auf die Ringkampffreundinnen, die schon dort sind bzw. welche mit ihr den Start in der Schule beginnen. Mit ihrem Vorbild Katharina steht sie schon lange in Kontakt. Auch in Frankfurt wird man sich sicher trotz des Altersunterschiedes auf und neben der Matte begegnen. Als erstes Ziel f\u00fcr sich setzte sie den Sieg bei der Mitteldeutschen und Deutschen Meisterschaft. Ihre zuk\u00fcnftigen Trainer, sind ihr schon bekannt. Sie wird von dem in Artern ebenfalls gut bekannten und erfahrenen Felix Th\u00e4tner und Sportfreund Marc Wentzke trainiert. Marc Wentzke hat erst k\u00fcrzlich seine aktive Laufbahn beendet und widmet sich nun voller Energie den jungen Talenten. Felix hat von 2006 bis 2008 in Artern in der Mannschaft gerungen. Danach ging er in seine Heimat nach Frankfurt zur\u00fcck und trainiert und betreut seit Jahren erfolgreich die M\u00e4dchen und Damen am Leistungszentrum. Joy begibt sich also in guten H\u00e4nde. Hierbei m\u00f6chte Joy auf ihre bisherigen Kenntnisse aufbauen. Auf die Frage, welche Technik sie besonders gern ausf\u00fchrt antwortete sie ebenfalls\u2026 die Spindel. \u00dcberraschend beantwortete sie die Frage nach ihrem Lieblingsschulfach, neben dem Sport nat\u00fcrlich, mit der Fremdsprache Russisch. Dies ist f\u00fcr die sportliche Zukunft und dem Austausch auf internationalen Parkett sich kein Hindernis, sondern sehr f\u00f6rderlich.<br \/>\nDass die Sportschule f\u00fcr beide einen Schritt in einen neuen Lebensabschnitt bedeutet, in einiger Entfernung zu den Eltern, Geschwistern und heimischen Freunden, ist beiden bewusst. Aber sie sehen es auch als Chance den Weg in die Selbstst\u00e4ndigkeit zu gehen und Eigenverantwortung zu zeigen. Und mit einem L\u00e4cheln stellten sie fest, dass Dank moderner Medien der Kontakt nach Hause und zu Freunden schnell m\u00f6glich ist.<br \/>\nBeide konnten vor der abschlie\u00dfenden Entscheidung f\u00fcr die Schule in der Ferne die Einrichtung pr\u00fcfen, sich mit den Abl\u00e4ufen vor Ort und der zuk\u00fcnftigen Trainings- und Schulplanung vertraut machen. Max absolvierte eine einw\u00f6chige Schnupperwoche und durchlief Schule, Training und Internatsleben. Gut findet er, dass es vor Ort feste Ansprechpartner f\u00fcr alle Belange gibt und er den Neuanfang mit Freunden aus der Ringergemeinde beginnen kann. Joy war ebenso bereits vorab in Frankfurt, konnte sich die Bedingungen vor Ort genau anschauen und holte sich Rat bei anderen ihr bekannten Ringerinnen. Hier erfuhr sie auch, dass sie in eine reine Ringerklasse kommt, welche sich voraussichtlich aus 14 Jungen und 7 M\u00e4dchen zusammensetzen wird. Beide fanden diese M\u00f6glichkeit des vorher Reinschnupperns richtig gut. Hinzu kam f\u00fcr Beide eine genaue sportmedizinische Untersuchung und die \u00e4rztliche Freigabe f\u00fcr den Besuch der jeweiligen Sportschule.  <\/p>\n<p>Die Trainer Gerhard G\u00fcnther und Michel Kinitz unterst\u00fctzen die Entscheidung der Jugendlichen. Sie bedauern nat\u00fcrlich den Weggang aus der Trainingsgruppe, wissen aber um die sportlichen Chancen f\u00fcr die Beiden. Gerhard G\u00fcnther freut sich f\u00fcr Max und Joy und verbindet den Weggang mit der Hoffnung, dass es beide schaffen und eines Tages die Farben des AC Germania auf internationaler Ebene vertreten k\u00f6nnen. Er riet ihnen, immer nach vorn zu schauen, auch, wenn es mal schwierig wird oder Heimweh wehm\u00fctig macht. Er berichtete von seinen eigenen Erfahrungen seines Sportschullebens und machte ihnen Mut. Hierzu \u00fcbergab er eine kleine Enzyklop\u00e4die der Olympischen Spiele von 1992, als der heutige Trainer der Nationalmannschaft (GR) Maik Bullmann Olympiasieger geworden ist. Jugendtrainer Michael Kinitz f\u00e4llt der Abschied ebenso schwer, aber die Entscheidung f\u00fcr die Sportschule wurde von Anfang an unterst\u00fctzt und daraufhin gearbeitet. Er freut sich f\u00fcr beide und versprach regelm\u00e4\u00dfig den Kontakt zu halten. Das Ringerherz beider Trainer sieht halt die sportlichen und pers\u00f6nlichen Chancen f\u00fcr den Nachwuchs, die sich jetzt mit ihrem eigenen Engagement bieten k\u00f6nnen. <\/p>\n<p>Die Eltern waren am Interviewnachmittag nat\u00fcrlich mit vor Ort. Diese Unterst\u00fctzung ist man von ihnen gewohnt und anerkennenswert. Mit viel Engagement und Einsatz werden ihre Kinder seit Jahren unterst\u00fctzt. F\u00fcr Mutti Jenny Kie\u00dfler f\u00e4llt der Schritt nat\u00fcrlich schwer, aber dies h\u00e4lt sie und ihren Mann nicht davon ab, Joy in allen Belangen zu unterst\u00fctzen und ihr den Weg an die Sportschule zu erm\u00f6glichen. F\u00fcr Vater Neubert und seine Frau hat die Unterst\u00fctzung der Kinder in der Familie Priorit\u00e4t, das ist bei Max\u2018 Schwestern so und so war und ist es auch f\u00fcr die Interessen des Sohnes. Max zeigte sich begeistert von der Schnupperwoche in Leipzig, dass \u00fcberzeugte auch die Eltern. <\/p>\n<p><em>Der AC Germania w\u00fcnscht beiden Sportlern eine sch\u00f6ne, sportunfallfreie und intensive Zeit an der Sportschule und einen erfolgreichen neuen Weg in der gro\u00dfen Ringerfamilie.<\/em> <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Bericht: Manja Braunsdorf Joy-Chantal Kie\u00dfler und Max Neubert vom AC Germania wechseln mit dem neuen Schuljahr an die Sportschule Erstmals seit vielen Jahren k\u00f6nnen wieder zwei junge Germanen zur Sportschule delegiert werden. 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