{"id":13866,"date":"2026-09-08T20:26:34","date_gmt":"2026-09-08T18:26:34","guid":{"rendered":"https:\/\/www.ac-germania.com\/?p=13866"},"modified":"2026-09-10T20:32:47","modified_gmt":"2026-09-10T18:32:47","slug":"ein-abend-zwischen-kampfgeist-und-strittigen-entscheidungen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.ac-germania.com\/?p=13866","title":{"rendered":"Ein Abend zwischen Kampfgeist und strittigen Entscheidungen"},"content":{"rendered":"<h5>Bericht: Tim Walther<\/h5>\n<p>Der AC Germania Artern unterliegt am 05.09.2026, dem dritten Kampftag der Regionalliga Mitteldeutschland, dem RC Germania Potsdam mit 8:16.<br \/>\nNach einem 0:15 R\u00fcckstand zur Pause k\u00e4mpfen sich die Germanen zur\u00fcck \u2013 doch f\u00fcr die Wende reicht es am Ende nicht mehr.<\/p>\n<p>Doch nun von Anfang an.<br \/>\nMan kennt sich. Und man wei\u00df, was einen erwartet. Wenn der AC Germania Artern und der RC Germania Potsdam aufeinandertreffen, geht es selten um klare Rollenverteilungen. \u00dcber mehrere Jahre sind sich beide Mannschaften immer wieder auf Augenh\u00f6he begegnet. Mal jubelten die Havelst\u00e4dter, mal wir.<br \/>\nAuch diesmal rechneten wir uns einen engen Kampfabend aus. Einen klaren Favoriten gibt es bei diesem Duell ohnehin selten. Doch neben den beiden Mannschaften sollte an diesem Abend auch Kampfrichter Vladislaw Grigoriev aus Luckenwalde, der f\u00fcr die zuvor gesetzte Saskia Buchwald einsprang, eine Rolle spielen.<\/p>\n<p>Bereits der Auftaktkampf sorgte f\u00fcr Diskussionen. Tim Salzmann traf im ungeliebten Freistil auf Dennis Bartsch und verkaufte sich hier teuer. Der Arterner rang aktiv, konnte jedoch zwei schnelle Angriffe des Potsdamers nicht entscheidend verteidigen. Gleichzeitig wurde Tim in der ersten Runde wegen Passivit\u00e4t verwarnt. Nachdem Bartsch in F\u00fchrung gegangen war und sich anschlie\u00dfend mehrfach dem Kampf entzog, blieb eine vergleichbare Ermahnung des Kampfrichters aber aus.<\/p>\n<p>Im folgenden Schwergewicht musste Philip Kraus erneut f\u00fcr den verletzten Sebastian Warchol einspringen. Im griechisch-r\u00f6mischen Stil bekam er es mit Ole Sterning zu tun. Dieser ist mehrfacher Deutscher Meister und U17-Vizeweltmeister 2024. Philip hielt dagegen und machte es seinem Gegner nicht leicht. Kurz vor Schluss wurde der Arterner jedoch verwarnt \u2013 Sterning konnte dadurch die technische \u00dcberlegenheit erreichen.<\/p>\n<p>Auch Omid Sayadi zeigte gegen den mehrfachen Deutschen Meister Anton Schneider einen guten Beginn. In der Bodenlage bekam Schneider seine starken Heber durch. F\u00fcr Verwunderung in der Arterner Ecke sorgte eine Vier-Punkte-Wertung nach einem Wurf von der Bauchlage in die Bauchlage. Am Ende setzte sich Schneider mit 10:1 durch.<\/p>\n<p>Dann folgte der vielleicht bitterste Kampf des ersten Halbzeit.<br \/>\nHendrik Jahn bekam mit Filip Szucki einen echten Brocken vorgesetzt. Der Potsdamer ist mehrfacher polnischer Meister und Teilnehmer internationaler Meisterschaften. Hendrik rang gut mit und machte Szucki das Leben schwer. Der Potsdamer schob den Arterner jedoch immer wieder ohne echten Versuch einer Technik aus der Kampffl\u00e4che. Drei Verwarnungen wegen Mattenflucht f\u00fchrten schlie\u00dflich zur h\u00f6chst umstrittenen Disqualifikation von Hendrik.<\/p>\n<p>Im letzten Kampf vor der Pause standen sich Malte Guthmann und Shaheer Baraki gegen\u00fcber. Malte sollte das Ruder noch herumrei\u00dfen, doch an diesem Abend war der Potsdamer der cleverere K\u00e4mpfer. Malte fand kein Mittel, um selbst Akzente zu setzen, w\u00e4hrend Shaheer seine Schnelligkeit nutzte, um die Angriffsversuche des Arterners immer wieder zu kontern.<\/p>\n<p>Damit stand zur Pause ein ern\u00fcchterndes 15:0 f\u00fcr Potsdam auf der Anzeigetafel.<br \/>\nEin Zwischenstand, den sich die Germanen anders vorgestellt hatten.<br \/>\nDoch abgeschrieben war die Mannschaft noch lange nicht.<\/p>\n<p>Ondrej Havelka er\u00f6ffnete die zweite H\u00e4lfte mit starker Vorstellung. Sechs Minuten lang marschierte er nach vorn und setzte Simon Papsdorf unter Druck. In der Bodenlage punktete Havelka mehrfach mit Rollen und brachte seinen Gegner zeitweise an den Rand einer technischen Niederlage. Papsdorf rettete sich dabei an die Mattenkante aus der Situation. Eine m\u00f6gliche Mattenflucht blieb jedoch ohne Konsequenz.<br \/>\nAuch im weiteren Verlauf bestimmte Ondrej das Geschehen und stellte den Potsdamer immer wieder in die Passivit\u00e4tszone. Die Bewertung fiel aus Kampfrichter Sicht allerdings anders aus und der Potsdamer bekam trotz R\u00fcckw\u00e4rtsgang die Aktivit\u00e4t zugesprochen. Havelka lie\u00df sich davon nicht beirren und gewann mit 7:1. Die ersten beiden Mannschaftspunkte gingen nach Artern.<\/p>\n<p>Danach wurde es hitzig. Franz G\u00fcnther musste wegen des verletzungsbedingten Ausfalls von Michal Tomaszewski auf 75 Kilogramm abkochen. Dort wartete mit Nataniel Troczynski ein weiterer polnischer Nationalringer. Es entwickelte sich ein intensives Duell, in dem Troczynski immer wieder mit Kopfst\u00f6\u00dfen gl\u00e4nzte und Franz daf\u00fcr mehrfach durch den brandenburgischen Kampfrichter ermahnt wurde, fair zu ringen. Der Arterner lie\u00df sich jedoch nicht auf die Spielchen ein und entschied den Kampf mit 2:2 f\u00fcr sich aufgrund der letzten Wertung.<\/p>\n<p>Armin Babaeitabekali setzte anschlie\u00dfend ein weiteres Ausrufezeichen. Gegen Daud Elembaev bestimmte der Arterner \u00fcber sechs Minuten das Geschehen, marschierte nach vorn und setzte seinen Gegner permanent unter Druck. Mit 11:0 holte Armin verdient drei Mannschaftspunkte f\u00fcr Artern.<br \/>\nTrotzdem gab es erneut Diskussionsstoff bei diesem Kampf. Elembaev entzog sich mehrfach Kampfsituationen, indem er die Kampffl\u00e4che verlie\u00df. Eine Verwarnung oder gar Disqualifikation wie es im 98kg Freistilkampf geschah blieb allerdings aus.<\/p>\n<p>Felix W\u00e4chter lie\u00df sich vom Geschehen nicht beeindrucken. Gegen den erfahrenen Deward Stier zeigte er eine souver\u00e4ne Leistung und brachte einen ungef\u00e4hrdeten 5:0-Sieg nach Artern. Zwei weitere Mannschaftspunkte kamen auf das Konto der Arterner.<\/p>\n<p>Zum Abschluss standen sich mit Jan Zizka und Daniel Varga zwei bestens bekannte Trainingspartner gegen\u00fcber. Beide kennen sich in- und auswendig, was einen solchen Kampf nicht unbedingt leichter macht. Entsprechend eng entwickelte sich das Duell. Eine Rolle von Varga in der ersten Runde gab letztlich den entscheidenden Ausschlag. Jan musste sich knapp mit 1:3 geschlagen geben.<\/p>\n<p>Damit war die Aufholjagd beendet.<\/p>\n<p>Potsdam gewann sechs der zehn K\u00e4mpfe und ging damit verdient als Sieger des Kampfabends von der Matte.<br \/>\nGleichzeitig bleibt aus Arterner Sicht der Eindruck, dass eine konsequente Kampfrichterlinie an diesem Abend nicht immer auf beiden Seiten gleicherma\u00dfen angewendet wurde.<\/p>\n<p>Doch die Niederlage allein auf die Entscheidungen zu schieben, w\u00e4re zu einfach. Die verletzungsbedingten Ausf\u00e4lle von Sebastian Warchol und Michal Tomaszewski wiegen schwer und k\u00f6nnen derzeit noch nicht vollst\u00e4ndig kompensiert werden.<\/p>\n<p>Was bleibt, ist deshalb vor allem der Blick auf die zweite H\u00e4lfte. Die Arterner Germanen zeigten, dass sie auch an einem schwierigen Abend nicht aufgeben. Vier Siege nach der Pause waren daf\u00fcr der beste Beleg.<\/p>\n<p>Am kommenden Wochenende wartet bereits die n\u00e4chste wichtige Aufgabe. In Hannover soll aus dem gezeigten Kampfgeist endlich der erste Saisonsieg werden. \u00dcber Unterst\u00fctzung unserer Fans vor Ort w\u00fcrden wir uns freuen!<\/p>\n<p>AC, AC, AC!<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-13867\" src=\"https:\/\/www.ac-germania.com\/A_ACG\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2026\/09\/eafdd00d-1fab-4df1-886e-fce85dd30430.jpeg\" alt=\"\" width=\"960\" height=\"866\" srcset=\"https:\/\/www.ac-germania.com\/A_ACG\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2026\/09\/eafdd00d-1fab-4df1-886e-fce85dd30430.jpeg 960w, https:\/\/www.ac-germania.com\/A_ACG\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2026\/09\/eafdd00d-1fab-4df1-886e-fce85dd30430-300x271.jpeg 300w, https:\/\/www.ac-germania.com\/A_ACG\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2026\/09\/eafdd00d-1fab-4df1-886e-fce85dd30430-768x693.jpeg 768w, https:\/\/www.ac-germania.com\/A_ACG\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2026\/09\/eafdd00d-1fab-4df1-886e-fce85dd30430-150x135.jpeg 150w, https:\/\/www.ac-germania.com\/A_ACG\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2026\/09\/eafdd00d-1fab-4df1-886e-fce85dd30430-166x150.jpeg 166w\" sizes=\"auto, (max-width: 960px) 100vw, 960px\" \/><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Bericht: Tim Walther Der AC Germania Artern unterliegt am 05.09.2026, dem dritten Kampftag der Regionalliga Mitteldeutschland, dem RC Germania Potsdam mit 8:16. 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