{"id":220,"date":"2013-04-18T10:36:15","date_gmt":"2013-04-18T08:36:15","guid":{"rendered":"http:\/\/www.ac-germania.com\/A_ACG\/wordpress\/?page_id=220"},"modified":"2013-06-26T16:53:42","modified_gmt":"2013-06-26T14:53:42","slug":"die-jahre-von-1919-bis-1945","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.ac-germania.com\/?page_id=220","title":{"rendered":"Die Jahre von 1919 bis 1945"},"content":{"rendered":"<h2><strong>Die Jahre von 1919 bis 1945<\/strong><\/h2>\n<p>Nach viereinhalbj\u00e4hriger Trainingspause wurde am 07. Januar 1919 die erste Versammlung wieder durchgef\u00fchrt und mit dem \u00dcbungsbetrieb begonnen. Eine Turnhalle stand nicht zur Verf\u00fcgung. Der Sportfreund Alfred Wei\u00dfe stellte in seiner Gastwirtschaft (jetziges Objekt Flussmeisterei) einige Kellerr\u00e4ume f\u00fcr unseren Sportbetrieb bereit. Ohne offizielle Unterst\u00fctzung wurde der Verein durch aktive Mitarbeit und finanzielle Beteiligung der Mitglieder schrittweise wieder aufgebaut. Nach kurzer Zeit stellten sich wieder erste Erfolge ein. Arno Ammeter war es, der im Ringen und Gewichtheben die ersten Meisterschaften im damaligen Gau Goldene Aue errang. Damit begann eine neue erfolgreiche Epoche im Arterner Schwerathletiksport.<\/p>\n<p>Mit dem Heranwachsen der Jugend bekam der AC Germania wieder Zuwachs und man erarbeitete sich beachtliche Erfolge in Deutschlands Sportlager. Unter dem langj\u00e4hrigen Vereinsvorsitzenden und Sportwart Karl Pillep sen. sowie dem umsichtig mitwirkenden Karl B\u00e4r wurden neue \u00dcbungssystematiken und \u2013 Umf\u00e4nge zur Erh\u00f6hung der Beweglichkeit, Gewandtheit, Ausdauer und Kraft eingef\u00fchrt. Diese Erweiterung des Trainingsumfangs wurde m\u00f6glich, weil ab dem Jahr 1932 die Werkr\u00e4ume der fr\u00fcheren Ziegelei (jetziges Objekt Sporthalle Unstrutstra\u00dfe) als Trainingsst\u00e4tte genutzt werden konnten. Diese Ziegeleir\u00e4ume wurden durch viele freiwillige Arbeitseins\u00e4tze und Geldspenden der Mitglieder in eigener Regie zu einer f\u00fcr damalige Verh\u00e4ltnisse anspruchsvollen Athletensporthalle umgebaut. Mittels der verbesserten Trainingsvoraussetzungen ging es insbesondere in der Jugendarbeit deutlich voran. Es gab keine Deutschen Verband-Jugendmeisterschaften mehr, wo die Germania-Jugend nicht auf Vorderfeldplazierungen zu finden war. Bis zu 10 Teilnehmer nahmen oftmals, und das st\u00e4ndig auf eigene Kosten, an Deutschen Titelk\u00e4mpfen f\u00fcr die Gr\u00fcn-Gelben teil.<\/p>\n<p>Der AC Germania Artern 1900 konnte in dieser aufstrebenden Phase sogar zwei strahlende Deutsche Jugendmeister stellen. Im Jahr 1929 erzielte Fritz Pillep in Stuttgart-M\u00f6hringen mit dem Titelgewinn im Gewichtheben den bis dahin gr\u00f6\u00dften Erfolg f\u00fcr die Arterner Schwerathletik und erk\u00e4mpfte damit die erste Deutsche Meisterschaft f\u00fcr die Unstrutstadt Artern \u00fcberhaupt. Die Arterner Einwohnerschaft empfing ihren Deutschen Meister am Bahnhof und geleitete ihn mit Musik in die Stadt.<\/p>\n<p>Anl\u00e4\u00dflich der damaligen 600-Jahrfeier unserer Heimatstadt wurde dieser Erfolg noch im gleichen Jahr in der Stadtchronik verankert. Mit diesem Erfolg hatte der Schwerathletiksport in Artern den Durchbruch erzielt. Er wurde noch popul\u00e4rer und konnte sich einer st\u00e4ndig steigenden Mitgliederzahl erfreuen.<\/p>\n<p>Zw\u00f6lf Jahre nach dem Gewichthebertriumph war es Fliegengewichtsringer Heinz Abicht, der 1941 in N\u00fcrnberg alle seine Gegner besiegte und damit die zweite Deutsche Meisterschaft, diesmal im Ringen, an die Unstrut holte. Damit konnte der Athletenclub nun auch im Ringen seine Entwicklungstendenz eindrucksvoll best\u00e4tigen. Es war der letzte gro\u00dfe Erfolg in der zweiten Etappe im Arterner Schwerathletiksport, denn die \u00e4ltere Jugend stand bereits wieder auf den Feldern des II. Weltkrieges.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter  wp-image-257\" style=\"border: 1px solid black;\" alt=\"\" src=\"https:\/\/www.ac-germania.com\/A_ACG\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2013\/04\/acg_chronik_005.jpg\" \/><\/p>\n<h5 style=\"text-align: center;\">Vor dem Trainings- und Wettkampfdomizil \u201eVeitskirche\u201c stellte sich Anfang der 30er Jahre die damalige M\u00e4nnerriege vor. Von recht nach links: Fritz Gebhardt, Karl Pillep jun., Arno Ammeter, Karl Siebenh\u00fcner, Karl Lang, Willy Winzer, Rudolf Grosche und Vereinsvorsitzender Karl Pillep sen.<\/h5>\n<p>Neben diesen zwei herausragenden Erfolgen setzten sich die Arterner Ringer und Gewichtheber sowohl bei Einzel- als auch bei Mannschaftswettbewerben immer wieder mit anspruchsvollen Ergebnissen in Szene. So erk\u00e4mpften sich Karl Guckuk 1931 in Netzschkau im Gewichtheben und Alfred Abicht 1940 in Stuttgart im Ringen jeweils Bronzemedaillen bei Deutschen Jugendmeisterschaften. Die Jugend-Ringerstaffel mit Alfred Abicht, Heinz Abicht, Harry Fehse, Rudi Gebhardt, Erich Lannes, Rudi Schink\u00f6th, Hans Wagner und Kurt Wagner machte sich bereits zu dieser Zeit durch viel beachtete Siege gegen Vertretungen von Berlin, Hamburg, Niedersachsen und Suhl einen guten Namen.<\/p>\n<p>Die Entwicklung im Jugendsport wirkte sich auch im Leistungsstand der Senioren aus. Die Ringermannschaft schaffte es bis zur damaligen h\u00f6chsten Leistungsklasse, der Gauliga, der sie bis zum Kriegsbeginn angeh\u00f6rte.<\/p>\n<p>Gegner waren u. a. die damaligen deutschen Spitzenmannschaften Jugendkraft Zella-Mehlis und Germania-Felsenfest Halle sowie ASV 1900 Gera, VFL Erfurt, ASV 1902 Sangerhausen und weitere Vereinsvertretungen. Unsere Gr\u00fcn-Gelben konnten sich in dieser Liga im Mittelfeld etablieren.<\/p>\n<p>Aber auch bei Einzelmeisterschaften waren die Mitglieder dieses Mannschaftskaders auf Vorderfeldplazierungen zu finden. Es waren dies: Arno Ammeter, Fritz B\u00fcchner, Kurt Freitag, Fritz Gebhardt, Rudolf Grosche, Karl Lang, Karl Pillep, Otto Pillep, Alfred Rohkr\u00e4mer, Werner Schachtzabel, Karl Siebenh\u00fcner, Arthur Steinhauf, Willy Winzer und Paul Wurm.<\/p>\n<p>Im Gewichtheben geh\u00f6rte unsere Mannschaft gleichfalls der Gauliga an, wobei mit besonderen Leistungen die Sportfreunde Kurt Freitag, Otto Gehlmann, Karl Guckuk, Fritz Pillep, Paul Schubert und Willy Winzer aufwarteten.<\/p>\n<p>In den Rasenkraftsportdisziplinen geh\u00f6rten in dieser Zeit Albert Braune, Gerhard Fensterer, Kurt Freitag, Karl Guckuk, Karl Kawe, Fritz Pillep, Richard Rabenhold und Gustav Rohkr\u00e4mer mit dem Gewinn von mehreren Gaumeistertiteln und guten Plazierungen bei \u00fcberregionalen Wettk\u00e4mpfen zu unseren Besten.<\/p>\n<p>So vergingen einige Jahre wechselhaft erfolgreichen Sportgeschehens ehe im Jahr 1939 der 2. Weltkrieg ausbrach, der dem Arterner Schwerathletiksport wiederum ein bitteres Ende bescherte. \u00dcber 30 Vereinsmitglieder kehrten nicht zur\u00fcck. Sie mussten in diesem Krieg ihr Leben lassen. Von der Ringermannschaft blieben als einzige die Sportfreunde Arno Ammeter, Karl Pillep, Otto Pillep und Paul Schubert \u00fcbrig.<\/p>\n<p>Die Jugendringer- und Gewichthebermannschaft geh\u00f6rte vor allem in den letzten Jahren vor dem zweiten Weltkrieg bis in das Jahr 1943, wo dann der Sportbetrieb vollst\u00e4ndig erlag, zur deutschen Spitzenklasse. \u00a0Es verging kaum ein Jahr, in dem nicht Titel und Medaillen an die Gr\u00fcn-Gelben Nachwuchs-Youngster fielen. Im Rahmen der Jugend-Bezirks-Auswahlvertretungen von Halle stellten unsere Ringer und Gewichtheber die meisten und erfolgreichsten Teilnehmer.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Jahre von 1919 bis 1945 Nach viereinhalbj\u00e4hriger Trainingspause wurde am 07. Januar 1919 die erste Versammlung wieder durchgef\u00fchrt und mit dem \u00dcbungsbetrieb begonnen. Eine Turnhalle stand nicht zur Verf\u00fcgung. Der Sportfreund Alfred Wei\u00dfe stellte in seiner Gastwirtschaft (jetziges Objekt Flussmeisterei) einige Kellerr\u00e4ume f\u00fcr unseren Sportbetrieb bereit. 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