Verspätete Faschingsfete im Haus der Ringer
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Am vergangenen Wochenende fanden sich die Mitglieder und Freunde des AC Germania Artern e.V. und eine kleine Abordnung des Arterner Karatevereins Sho-Bu-Do zum traditionellen Ringerfasching in der Unstrutstraße ein. Das dieses Ereignis kalendarisch betrachtet nach dem offiziellen Ende der Faschingszeit stattfand, tat der Stimmung keinesfalls einen Abbruch. Ausgelassen begrüßten sich Cowboys, Piraten, Touristen, Erdbeeren, Hexen, Mönche, Kreuzritter und Teufel im Ringerhaus. Sogar Robin Hood, Cindy aus Marzahn, der kleine König und Biene „Nante“ Maja gaben sich die Ehre. Den Auftakt zu einem bunten Faschingsabend bildete natürlich die traditionelle Bütt. Neben aktuell politische Themen, wie Koalition und Regierungbildung, wurden auch alltägliche Begebenheiten, Ausrutscher und Lacher in und um das Ringerhaus und seinen Germanen geschickt unter die Lupe genommen und gekonnt zur Freude der Nicht-Betroffenen nochmals zum Schmunzeln aufbereitet. Im Anschluss begrüßten die Feierenden zwei Freundinnen aus Tschechien im Saal, welche über ihre kleinen Wehwehchen sprachen und sich lobend über die Vielfalt an Spezialisten und der guten ärztlichen Versorgung in Deutschland unterhielten. Sie hatten die Lacher klar auf ihrer Seite. Aber auch die Bürgermeisterwahl in Artern und das Thema Schweinegrippe wurden wortgewandt und mit viel Körpereinsatz auf lustige Art in Szene gesetzt. Auf diese Weise wurden die Zuschauer weiter richtig in Stimmung gebracht. Düster im Saal wurde es, als die Hexen der Cellu-Bande auf ihren Besen in die Halle ritten. Schwungvoll und mit einem Hauch Erotik ließen sie es knistern und fegten durch den Raum und rein in die Männerherzen. Das begeisterte Publikum forderte wiederholt ein Zugabe und die Mädels wirbelten zum Takt der Beifall klatschenden Menge temperamentvoll übers Parkett. Begeisterungsstürme lösten danach auch die Diven der „Golden Sixties“ aus, als sie fast elfenhaft in den Saal schwebten und den „Cordettes“ echte Konkurrenz machten. Manch weibliches Wesen im Tanzsaal war über ihre Anmut und die klassisch schönen Beine der Truppe beeindruckt. Eher kurze Beine hatten danach die kleinen Zwerge, die mit ihren großen Ziffelmützen und einem Zwergentanz die Faschingsgäste verzückten. Am Programmende rückten alle Gäste ein wenig zusammen. Eine Gruppe der Kleinsten-ACGler gaben ihr Debüt und ihre zarten Stimmchen waren nur ganz aus der Nähe zu vernehmen. Mit einem Lied und dem Streit um den letzten Keks aus der Dose begeisterten sie die Großen und lösten Lachkrämpfe aus. Die Faschingsgäste waren sich am Ende einig – eine tolle Veranstaltung! Mit einem mehrfachen „AC,AC,AC!“ wurde jeder Programmpunkt belohnt und gemeinsam bis in die Morgenstunden getanzt. Ein Dank gilt den fleißigen Helfern, die aus der Turnhalle erneut eine bunte Tanzoase zauberten, dem Thekenteam, was immer für Nachschub sorgte und freundlich die Gläser füllte, den feschen „Damen“ vom Einlass und nicht zuletzt DJ „Mütze“, der abwechslungsreich den Saal rocken und tanzen ließ und jeden Musikwunsch erfüllte. |