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Gute
Vorbereitung ist wichtig. Zumal, wenn eine Japan-Reise ansteht und man
nicht als Privatperson unterwegs ist, sondern im "Paket" von jungen
Sportlern aus Thüringen und Sachsen. Da ist gute Vorbereitung gar
essenziell. Diese Erkenntnis erreicht einen entweder von ganz allein -
oder aber sie kommt, wie jetzt im Falle der Arterner Ringer und ihrer
Mitreisenden, per Post.
Wenn einer eine Reise tut, dann kann er was erzählen. Gereist sind die
Sportjugend-Vertreter aus Thüringen und Sachsen wohl schon öfter. Also
konnten sie nicht nur was erzählen, sondern haben eine Menge ihrer
Japan-Erkenntnisse auch zu Papier gebracht. Die Sportjugenden von
Sachsen und Thüringen haben schon seit 1992 Erfahrung mit dem
Deutsch-Japanischen Simultanaustausch und gaben die besten Ratschläge
für die Reise jetzt an ihre zehn "Schäfchen" des aktuellen Austauschs
weiter. Der AC Germania Artern schickte Florian Muchow, Ken Finke,
Stefan Grimm und Jana Günther zum Vorbereitungsseminar ins sächsische
Schneeberg - und die kleine Truppe kam auch dort an. Gegen 10 Uhr am
Vormittag wurde das Seminar eröffnet, mit einer generellen Vorstellung
der Teilnehmer und der Leiter, sowie der Betreuerin für die Japanreise.
Als nächstes sollten die eigenen Vorstellungen und Anforderungen an das
Programm aufgelistet werden. Neben dem Kennenlernen der anderen
Gruppenmitgliedern - vom Arterner Standpunkt aus also der Schneeberger
"Ergänzung" - dem Verlangen nach Informationen über Land und Leute sowie
Anforderungen an jeden einzelnen fand sich auch der Wunsch nach Spaß und
Freude auf den Zetteln. Natürlich konnte alles das auch realisiert
werden. Nach einem Sitzungsmarathon von schätzungsweise sieben, gefühlt
jedoch zwölf, Stunden war klar, dass der Flug nach Japan zwar eine Menge
Spaß machen, jedoch auch mit Arbeit, Verantwortung und
Repräsentationspflichten verbunden sein würde. Der diesjährige Austausch
steht unter dem Motto "Wir gestalten das Leben mit" - und die Reisenden
in spe wurden angehalten, sich Gedanken darüber zu machen, was sie unter
diesem Satz verstehen und wie sie ihn auf sich und ihr Leben
projizieren. Aus den Überlegungen sollte ein Plakat entstehen, was der
Vorstellung der Gruppe, sowie als Diskussionsgrundlage für die Japaner
dienen sollte. Das Plakat befindet sich noch in der Konstruktionsphase.
Aber die andere aktive Aufgabe, konnte noch zum Seminar fertig gestellt
werden. Die Japaner dürfen sich auf eine zehnminütige Showeinlage
freuen, die an Unterhaltungswert schwer zu toppen sein wird. (Was für
ein Glück, dass die Schneeberger aus einem Tanzsportverein kommen!)
Generalprobe für Programm und Show sowie das Plakat ist vom 15. bis 17.
Juni in Blossin, wo sich alle Gruppen aus ganz Deutschland zu einem
zweiten zentralen Seminar treffen und letzte Vorbereitungen getroffen
werden können. Bis dahin heißt es: Andenken für die japanischen
Gastgeberfamilien sammeln und fleißig die Sprachfibel durchblättern und
die Sprache lernen. |