ACG verliert gegen KG Pausa/Plauen im Rennen um Bronze
AC Germania Artern - KG Pausa/Plauen 18:23
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Ein wenig Cleverness und ein wenig mehr Kampfgeist, und die Germanen hätten einen der Hauptrivalen um die Podestplätze auch zu Hause besiegt. Aber es fehlte wieder einmal ein Stück zum Erfolg. Schon auf der Waage nahmen die Vogtländer den Gastgebern die Butter vom Brot. Kurz vor Abgabe der Wiegeliste bemerkten sie das Fehlen von Tobias Beck und stellten die Mannschaft um. Somit entging Silvio Hoffmann dem Duell mit Steve Brylla und hatte mit Boeck-Ersatz Andre Günther ein um einiges leichteres Spiel. So wurden aus 8 möglichen Germaniapunkten nur 4… Doch das war nur das Vorspiel, die Entscheidungen vielen auf der Matte. Und da hatten die Germanen keinen Traumstart. Alexander Alferov unterliegt in Runde 1 klar dem Pausaer Elschner, der extra für diesen Kampf richtig Gewicht gemacht hatte. In Runde 2 holt Alex auf und entscheidet die Runde für sich. Elschner leidet mittlerweile an den Folgen des Gewichtemachens und baut zusehends ab. Doch in Rund 3 findet sich zur Überraschung aller Alexander Alferov am Rande der Zone nach nicht komplett durchgezogener Rolle auf den Schultern wieder. Bitter. Schwer hat es auch Ronny Bublitz gegen den Deutschen Juniorenmeister Steven Schmidt. Nach knapp verlorener ersten Runde dreht Ronny auf und nimmt dem Vogtländer die 2 Runde mit 4 zu 1 ab. So könnte es eigentlich weitergehen. Leider versteht es Ronny nicht den Sack zu zumachen. Die beiden folgenden Runden gibt er unnötiger Weise eine Wertung ab und hat somit das Nachsehen. Schade, denn hier war Ronny ganz nah dran. Nichts für schwache Nerven sind immer die Auftritte von Stephan Knopf. Nach mitunter spektakulären Aktionen schafft es Knöpfchen oft, sich selbst zu besiegen. Doch diesmal zieht er sein Ding durch . Nach auf und ab in allen 4 Runden besiegt Knöpfchen den ehemaligen Bundesligaringer Martin Petzold verdient. Noch nicht richtig zur Entfaltung kommt Daniel Geist nach dem Stilartenwechsel in der Rückrunde. In Runde 1 beherrscht er Tino Hempel am Boden. In den Folgerunden stellt sich der Ex-Greizer besser auf Geisti ein und lässt keine Luft dran. Die 3 Folgerunden gehen dann Dank der Erfahrung des 37jährigen an die Gäste. Im letzten Kampf vor der Pause muss dann Andre Günther Federn lassen. Als Ersatz für den beruflich verhinderten Tobias Boeck verliert Andre gegen Routinier Silvio Hoffmann. Ein bisschen Versteckspielen vor dem Wiegen hätte Andre einen entspannten und kampffreien Samstag eingebracht, denn Silvio Hoffmann war dis dahin noch im freien Stil aufgestellt. Gegen einen „anwesenden“ Tobias Boeck hatten die Pausaer schon im Vorfeld die Waffen gestreckt. Dieser Schachzug brachte den Vogtländern 4 gewonnene Punkte und am Ende vielleicht auch den Mannschaftssieg. Schwer hatte es an diesem Abend Christian Oppermann. Er rückte nach oben und vertrat seinen kranken Bruder Maik. Gegen die Bulgaren Ljuben Iliev war allerdings kein Kraut gewachsen. Als hervorragender Freistiler nahm er Oppi alle 3 Runden ab. Die Germanen lagen nun schon hoffnungslos zurück. Nach dem kampflosen Erfolg von Steve Brylla stand es 9 zu 19 und eigentlich waren alle Messen gesungen. Die Zuschauer, mitunter verwöhnt, ließen die Köpfe hängen und harrten auf die Dinge die da kamen. Und plötzlich war wieder Leben in der Bude. Mit Mario Panitzsch kam die Wende. Nach viel umjubelten Sieg in Runde 1 musste Panik nur in Runde 2 klein beigeben, denn da zog Denny Schulz richtig vom Leder. Doch den Rest erledigte Panik mit Bravour und holte 3 wertvolle Mannschaftspunkte. Keine Sekunde Luft gönnten sich Andreas Bering und Alexander Georgi. Da war 10 Minuten Vollgas angesagt. Zwei gleichwertige Athleten versuchten sich im Stand einen optischen Vorteil zu verschaffen, denn der passivere von beiden musste als erster in die Bodenlage und hatte bei dortiger Ausgeglichenheit in der Runde das Nachsehen. In den ersten beiden Runden ging die Rechnung für den Pausaer auf und Andy lag zurück. Doch dann kam die Stunde des Germanen. In Runde 3 erkämpfte sich Andy mit einer 1 einen wichtigen psychologischen Vorteil. Klar aktiver in den Folgerunden holt sich Andreas den 3 zu 2 Rundensieg. Den sicher schönsten Kampf des Abends servierte Felix Thätner. Wieder zurück in seiner Stammgewichtsklasse gab er zwar die erste Runde an Michael Schütz ab, verstand es aber in den Folgerunden immer einen Tick schneller zu sein als sein Gegner. Sehenswerte Angriffe und Konter bescherten dem Germanen den Sieg in den 3 folgenden Runden. Somit steht es am Ende 18 zu 23 und der AC war an diesem Abend nur zweiter Sieger. Sicher kein Grund die Köpfe hängen zu lassen, aber ärgern darf man sich schon darüber. Beide Teams haben 5 Kämpfe gewonnen und auch die Dauer der Veranstaltung, es wurde bis 22.00 Uhr gerungen, zeigt das Potential beider Teams. Auch ohne Boecki hätten es die Germanen in der Hand gehabt, den Sieg zu erkämpfen. Doch über das hätte, wäre, wenn wollen wir nun nicht mehr diskutieren. Noch hat der AC einige Chancen, um sich den Traum von einer Medaille zu erfüllen. Also Kopf hoch und ab zum Training. |