Interkultureller Sommer-Marathon

 

Nach 30 000 Flugkilometern (Japan und Malta) sowie 7 000 Fahrtkilometern (dreimal Polen sowie Ungarn) schloss der AC Germania Artern jetzt die Serie seiner sechs Auslands- und zwei Heimtreffen mit befreundeten Partnern ab. Das Fazit fällt einmal mehr rundum positiv aus. Die Grün-Gelben befanden sich bei ihrem Mammutprogramm von 120 Fahrt- und 38 Flugstunden für insgesamt 76 Tage auf Auslandstour und präsentierten sich für 18 Tage als Gastgeber. Nach den ersten vier Auslandstrips, wobei es nach Japan, Malta und zweimal nach Polen ging (TA berichtete), schloss der AC Germania mit zwei Treffen in Ungarn und Polen seine interkulturellen Maßnahmen für 2007 ab. Erneut gelang es, die Begegnungen abwechslungs-, erlebnis- und aufschlussreich zu gestalten. Der Funke sprang schnell über, alle Mitwirkenden machten begeistert mit - und konsumierten nicht nur passiv die angebotenen kulturellen Exkursionen und touristischen Ausflüge. Bei Sport und Spiel und im regen Gedankenaustausch lernten sich die Gastgeber und Gäste kennen. Die Lebensgewohnheiten der Polen und Magyaren wurden ohne Scheu ergründet, die Wohnumgebung erschlossen. Gruppenprojekte und Jugendforen, Sprachanimationsspiele, Disco- und Liederabende am Lagerfeuer sorgten für breit gefächerte Kontakte. So gab es in Ungarn, wo 31 "Germanen" für acht Tage beim langjährigen Partnerklub Bocsa BL gastierten, Besuche in Wein- und Militär- sowie im Puszta-Pasztor-Museum. Auch eine Puszta-Tour auf dem offenen Lkw und das inzwischen schon obligatorische Nachtwandern und Nachtangeln am Vadkertisee bleiben bestimmt noch lange in der Erinnerung. Bei ihrer zweiwöchigen Polen-Reise zum Landesverband "Warminsko-Mazurski Zwiasek w Olsztynie" in der Region der Masurischen Seen waren die 30 ACG-Youngster in Goldap nahe der russischen Grenze untergebracht. Dort gab es ein tolles Programm mit Exkursionen zu ausgewählten Sehenswürdigkeiten von Kultur, Sport und Natur. Auch Flussfahrten in Zweier-Kajaks - einschließlich Gruppenangeln und Mattentraining - wurden begeistert aufgenommen. Bei allen diesjährigen Jugendbegegnungen der Arterner wurde einmal mehr deutlich, dass der internationale Jugendaustausch nicht nur ein spannendes Erlebnisfeld, sondern auch ein wichtiges Mittel der politischen Bildung und damit ein Beitrag zur Stärkung des Europa-Gedankens ist. In den acht Germania-Projekten zur interkulturellen Jugendarbeit haben 2007 immerhin rund 180 ausländische Teilnehmer und auch 80 Arterner Vereinsmitglieder neue Erfahrungen gemacht. Für die freundliche Unterstützung dankt der Athletenclub Germania 1900 Artern ganz besonders dem Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend sowie dem Deutsch-Polnischen Jugendwerk und auch der Deutschen Sportjugend.