ACG gewinnt souverän gegen Aufsteiger
AC Germania Artern - KG Vorpommern 32:6
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Schon auf dem Papier war der AC der Favorit und daran änderte ich auch nach 10 Kämpfen nichts. Die Kampfgemeinschaft Vorpommern hatte den heimstarken Germanen nicht viel entgegen zusetzen. Schade, denn für den Aufsteiger wird die Luft in der Regionalliga immer dünner. Und so mussten sich auch diesmal Sportler aus Greifswald und Torgelow mit leeren Händen auf die lange Heimreise machen. Das Ergebnis spricht Bände, trotzdem haben die Zuschauer an diesem Abend 10 unterhaltsame Kämpfe gesehen, von denen 8 für den AC entschieden wurden. Schon der Auftakt war erfolgreich. Alexander Alferov konnte auch den letzten ungeliebten Freistilkampf der Hinrunde für sich entscheiden. Dabei war sein Start am Samstag in Frage gestellt. Als Folge des Fußballspiels zwischen Erfurt und Dresden drehte sich auf dem Bahnhof der Landeshauptstadt kein Rad mehr. Nach erfolgreichem „Direktflug“ wurde Alex pünktlich um 18.44 Uhr von seinen erleichterten Mannschaftskameraden begrüßt, um nur eine Minute später auf der Waage zu stehen. Knapp, aber erfolgreich. Und so ging es auch auf der Matte weiter. Ronny Bublitz hatte Ben Tuschy jederzeit unter Kontrolle und spielte seine Vorteile am Boden aus. Ronny musste nach seiner Verletzung in der vergangenen Woche die Zähne zusammenbeißen, tat es auch und holte die nächsten vier Punkte für den AC. Und so ging es Schlag auf Schlag. Endlich wieder ein Sieg für Stephan Knopf. Auch „Knöpfchen“ konnte diesmal den Sack zumachen und holte gegen Tom Zymara vier Mannschaftspunkte. Daniel Geist und Steve Brylla verstanden auch zu gefallen. Beide nahmen ihren Kampf nicht auf die leichte Schulter und kämpften konsequent jeden Punkt aus. So stand es schon zur Pause 20 zu 0, ein Novum, dass es bisher in Artern noch nicht gegeben hat. Da saß natürlich auch der Frust bei den Gästen tief. Den bekam dann auch Mario Panitzsch zu spüren. In einem wenig sehenswerten Kampf zog „Panik“ den Kürzeren. Robert Zymara hatte einen eigenartigen Kampfstil und fand mit seiner Schiebetaktik keine Freunde im Publikum. Die hatte Tobias Boeck umso mehr . In der vergangenen Woche 23 Jahre alt geworden, brannte Boecki auch diesmal ein Feuerwerk ab. An effektiver Kampfzeit vergingen keine 2 Minuten und Tobias konnte sich wieder entspannt zurücklehnen. Da sich Maik Oppermann im Krankenstand befindet, musste Trainer Steffen Günther die Aufstellung verändern. Felix Thätner rückte auf und musste sich wie auch schon in Albrechts mit den schwereren Jungs balgen. Teuer trug er seine Haut zu Markte, konnte aber eine knappe Niederlage gegen Cevin Matthes nicht verhindern. Den Applaus des Publikums hatte er allemal verdient, kämpfte er doch bis zur letzten Sekunde, um das Ruder noch herum zu reißen. In den letzten beiden Kämpfen des Abends sollte dann auch nichts mehr anbrennen. Erst holte Christian Oppermann Punkt für Punkt, um den Kampf siegreich zu gestalten, dann machte Andreas Bering alles klar. Als letzter im Bunde wusste der Modellathlet mit sehenswerten Techniken zu gefallen. Ein Endstand von 32 zu 6 ist sicher erfreulich, aber sollte nicht überbewertet werden. Die schweren Brocken sind schon wieder im Anmarsch und am Samstag kommt mit Pausa der erste. Dann werden die Karten neu gemischt, denn hier geht es knallhart um die Verteilung der Podiumsplätze. |