ACG verliert unglücklich beim Tabellenführer
AV JK Zella-Mehlis - AC Germania 19:16
![]()
|
Den Fluch des ewigen Vierten werden wohl die Germanen auch in dieser Saison nicht los. Trotz starker Saison reicht es nicht für den Platz auf dem Podest. Der dafür erforderliche Sieg konnte am Samstag beim Tabellenführer in Zella-Mehlis nicht errungen werden. Schade. Fasst man den Wettkampf in 3 Sätzen zusammen, kommt folgendes heraus. Die Fans des AC Germania waren Weltklasse. Die Kämpfer beider Mannschaften befanden sich bis zum Schluss auf Augenhöhe. Der Mattenleiter war ein Volltreffer. Ein kompletter Reisebus voller Fans, dazu einige Selbstfahrer, verwandelten den sicher sonst eher lahmen Turnhallenprachtbau zu einem Tollhaus. Von Anfang bis zum bitteren Ende machten die Fans Stimmung für ihr Team. Das es am Ende nicht ganz gereicht hat ist zwar schade, doch davon geht die Welt nicht unter. Die Germanen hatten eine Macht im Rücken, und konnten somit trotzdem mit erhobenem Haupt aus der Halle gehen. Die Situation um die Tabellenkonstellation war im Vorfeld brisant. Für Zella geht es um den Aufstieg und für den Arterner um einen Podestplatz. Schon vor dem Kampf hatte man sich einen souveränen und fairen Mann in weiß gewünscht. Doch allein bei der Vorstellung des Mattenleiters wurden bei den mitreisenden Fans die Haare grau. Der Kampfrichter wohnt in Pausa, pfeift für Plauen und trainierte jahrelang in Zella-Mehlis… Das er sich dann als echter „Heimpfeiffer“ entpuppte, zeigt nicht nur die Tatsache, das er gerade in den ersten Kämpfen sehr oft daneben lag, sondern das auch bei jeder Aktion grundsätzlich zu erst der Arm mit dem roten Bündchen in die Höhe ging. Erst nach der Pause, als es für den Gastgeber besser lief, wurde der Mann in weiss objektiver. Da kann man nur sagen, Mission erfüllt. Doch wir wollen die Niederlage nicht daran fest machen, das hört sich nur nach billigen Ausreden an. Es ging knapp zu und wir waren nicht gut genug, uns den entscheidenden Vorteil zu erkämpfen. Nach Magen- und Darminfekt biss Alexander Alferov die Zähne zusammen und erkämpfte sich einen 3 Rundensieg . Ronny Bublitz verliert 3 zu 1 gegen Andre Petri. Eine Runde bekommt der Zella-Mehliser vom Mattenleiter geschenkt. Stephan Knopf verliert 4 zu 1 gegen Thomas Brösicke. Der Zella-Mehliser gewinnt den Kampf sicher, kleine Geschenke des Mattenleiters wären hier gar nicht notwendig gewesen. Daniel Geist hat es schwer gegen Martin Zeuner. Im Stand kann keiner von beiden punkten, im Boden hat Daniel das Nachsehen und gibt gegen den kleinen Stempel jede Runde eine Rolle ab. Vor der Pause kann Tobias Boeck auf 10 zu 9 verkürzen, indem er den geopferten Felix Beier von der Matte fegt. Nach dem erfolgreichen Gewichtsmartyrium war das für Boecki der zweite Sieg an diesem Abend. Sehr eng geht es zwischen Mario Panitzsch und Sebastian Scheidig zu. Beide haben schon vor Jahren in der Thüringenliga gegeneinander gerungen und seitdem hat sich in der Kampfesführung nichts geändert. Gleiches Bild und knapper Sieg für den Zella-Mehliser. Die schwarze Stunde kommt für den AC Germania im Kampf von Steve Brylla. Steve hatte zu Hause gegen Jens Heintze auf Schulter gewonnen, schon dort war der Kampf bis zum glücklichen Sieg vollkommen offen. Diesmal ging es ähnlich hin und her, doch das bessere Ende hatte Heintze. Bei Steve brach eine alte Verletzung wieder auf und er konnte sich aus der verkorksten Lage nicht mehr befreien. Zwischen Vasek Scheiner und Steffen Scholz gibt es 3 Runden das gleiche Bild. Vasek rennt gegen einen physisch stärkeren Gegner an, versucht alles mögliche, ohne Erfolg zu erzielen. Der Zella-Mehliser macht nicht viel, steht aber besser und bekommt den Sieg vom Unparteiischen, und hier muss ich für mich ein wenig schmunzeln, zugesprochen. So konnten die beiden 74iger Andreas Bering und Felix Thätner beim Stand von 18 zu 9 nur Ergebniskosmetik betreiben, der Sieg war für den Gastgeber schon in trockenen Tüchern und es galt, die Ehre zu retten. Das verstand Andreas, maschinengleich ackerte Andy gegen Toni Stade. Die erste Runde muss Andy noch abgeben, doch dann lässt er keine Luft mehr ran und holt sich den verdienten Sieg durch seine aktive Kampfweise. Spannende wird es zum Schluss zwischen Felix Thätner und Gagik Egiasarov. Nach 2 Runden steht es 1 zu1 und alles ist offen. In Runde 3 passiert es dann., nach einer Aktion von Egiasarov findet sich Felix in der gefährlichen Lage wieder. Mit Konzentration und Cleverness macht er sich diese Situation zum Vorteil, kontert und schultert seinen Gegner. Der Sieg lässt die Stimmung der vielen Fans noch einmal richtig aufleben und man feiert das Team des AC Germania trotz der Niederlage im Mannschaftskampf. Der Weg für die Südthüringer in die 2.Bundesliga ist nun geebnet. Sicher bedarf es noch einiger Verstärkungen, um dort mitringen zu können. Wir wünschen den Aufsteigern viel erfolg. Der einzige Wermutstropfen für mich, es ist unverständlich wie Funktionäre des siegreichen Vereins ihre Schadenfreude über die Niederlage der Arterner so offen zur Schau stellen. Sollten doch die Gastgeber froh sein über Zuschaueransturm und gute Umsätze, denn das ist sicher nicht immer so… Wenn nach sieglosen Bundesligabegegnungen die wenigen Zuschauer auch nicht mehr kommen, wird man sich gern an die Kämpfe gegen den AC erinnern, da war wenigstens noch was los. |