5 Bundesligaringer waren zuviel für den AC Germania
1. LSC - AC Germania Artern 19:11
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Unter keinem guten Stern stand der Wochenendausflug des AC Germania nach Luckenwalde. Am Samstag Vormittag musste Florian Muchow schweren Herzens absagen, ein Erkältungsinfekt nahm ihm Saft und Kraft. Ersatz war auf die Schnelle nicht zu besorgen, also konnte man die Gewichtsklasse nicht besetzen. Und dann war ja auch noch der Gedanke im Hinterkopf mit diesen Bundesligaringern…Schon die Wiegeliste brachte pünktlich um 18.45 Uhr Klarheit. In Luckenwaldes wunderschöner Fläminghalle wollte man nichts dem Zufall überlassen. Für den Einsatz von Stephan Spengler, Dennis Nowka, Andreas Zabel, Norman Pickut und Junioren-Europameister Felix Menzel hatte man für diesen Abend tief in die Brieftasche gegriffen. Die Bundesligisten sollten mit klaren Siegen den Kampf für die Brandenburger entscheiden. Taten sie auch, doch so klar war es dann in den einzelnen Begegnungen nur auf den ersten Blick. Schade, das den Germanen schon seit Jahren ein richtiger 120iger fehlt. Der hätte an diesem Abend leichtes Spiel gehabt, denn diese Gewichtsklasse wurde von beiden Seiten nicht besetzt. So kam es nur in 8 Begegnungen zu personellen Auseinandersetzungen, sprich hier wurde gerungen, und das noch nicht einmal schlecht. Betrachtet man den Stand der hier vergebenen Punkte, steht es nur noch 15 zu 11, bei 5 Hochkarätern wie schon bemerkt. Doch genug schöngeredet, hier nun die Tatsachen. Emanuel Krause siegt kampflos, Florian Muchow wünschen wir gute Besserung. Klar gesteigert hat sich Stephan Knopf. Stark am Boden nimmt er Tom Packeiser eine Runde nach der anderen ab und siegt 3 zu 0. Daniel Geist, leicht gehandicapt durch eine noch nicht ganz abgeklungene Erkältung macht es Norman Pickut richtig schwer. Bis 20 Sekunden vor Schluß der ersten Runde steht es noch immer 0 zu 0. Auch Runde 2 kann der Brandenburger erst 15 sek. vor Schluß mit einer „1“ für sich entscheiden. Nur in Runde 3 verliert Daniel ein wenig den Faden. Auch Steve Brylla verhindert einen 4 Punkteverlust gegen Stephan Spengler. Runde 2 geht hier erst in den letzten Sekunden verloren. Einen kurzen Herzaussetzter beschert Vaclav Scheiner Trainer Michael Getschmann. Nach erkämpften Punkt lässt sich Vasek beim Versuch einer Rolle abfangen und gerät in die gefährliche Lage. Doch Vasek dreht den Spieß um und schultert den völlig verdutzten Michael Nachtigall. Gegen Dennis Nowka verhindert Stephan Grimm das Schlimmste. Seine Aufgabe, keine 4 Punkte abzugeben, erfüllt er unter Einsatz aller Kräfte. Die gleiche Strategie legt auch Maik Oppermann an den Tag. Gegen Andreas Zabel verliert er alle 3 Runden mit 2 zu 0. 2 Ringkampfästheten treffen bis 74 kg freier Stiel aufeinander. Felix Menzel wurde vor einigen Wochen Junioren-Europameister. Respekt und auch von Seiten des AC Germania Gratulation. Herausforderer Felix Thätner, seit dieser Saison bei den Grün-Gelben, zeigte trotz 2-jähriger Wettkampfpause, dass er das Ringen noch lange nicht verlernt hat. In einer jederzeit offenen Auseinandersetzung waren die Entscheidungen mehr als knapp und selbst nach den 3 Rundensiegen des Brandenburgers (2:0,4:2,2:0) hätte es hier auch anders ausgehen können. Den Schlusspunkt setzt Andreas Bering. Mit einem Kopfhüftschwung schultert er Andreas Fiedler und holt 4 Punkte für den AC. Der Schlussstand von 19 zu 11 bedarf sicher keines Kommentars mehr. Auch ist es müßig, über den Sinn oder Unsinn von Bundesligaringern in der Regionalliga zu debattieren. Unsere Sportler haben sich nicht unter Wert verkauft und bekanntlich wächst ja der Mensch am Widerstand. Und auch nächste Woche wird es nicht leichter. Gegen die Gäste aus Zella-Mehlis brauchen die Germanen Rückenhalt der Fans. Maßgeblich dazu beitragen könnte hier sicher der Wettkampfort. Gerungen wird im Autohaus Barbarossa. Und es geht hier bereits um 18.00 Uhr mit dem Vorkampf unserer 2. Mannschaft los. |