Kleine Sensation im Arterner Ringertempel !
AC Germania Artern - AC Auerbach 18:18
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Wer hätte das gedacht. Ein absolut überlegener Spitzenreiter verliert einen, und sicher den einzigen Punkt der Saison bei den Germanen in Artern. Die Vorzeichen standen eigentlich für die Arterner mehr als schlecht. Die Gäste fuhren so ziemlich alles auf, was Rang und Namen hatte. Im Vorfeld des Spitzenduells zwischen Auerbach/Chemnitz und Zella-Mehlis am Dienstag hatte man bereits am Wochenende alle Spitzenleute eingeflogen. Und dementsprechend sah dann auch die Aufstellung aus. Nur in den Gewichtsklassen bis 66kg rechnete man sich im Germanialager Chancen aus, die Zielstellung fürs Team, 10 Mannschaftspunkte sollten her. Das es am Ende 18 zu 18 stand grenzt eigentlich an ein Wunder. Auf Wunsch der Gäste wurden die Gewichtsklassen bis 66kg in beiden Stilarten zuerst ausgerungen. Glück für die Germania, man konnte mit Tobias Boeck und Steve Brylla erst einmal wertvolle Punkte sichern. Während Tobias alle 3 Runden souverän gegen Sebastian Drechsel für sich entschied, schulterte Steve Thomas Beister in Runde 2. Wertvolle 7 Punkte standen auf dem Konto der Germania und es sollte viel Zeit vergehen, bis die nächsten hinzu kamen. Lob an Youngster Florian Muchow, wenn auch chancenlos, stellte er sich dem Kampf gegen Bogdan Chelaru und verlor nicht auf Schulter. Gegen eine Wand kämpfte Daniel Geist. Der gut 20kg schwere Maksymilian Witek war einfach nicht zu bewegen. Daniel verhinderte durch beherzte Kampfweise einen 4 Punkte Verlust. Eine Taktik, die sich am Ende auszahlte. Auch Stephan Knopf ringt auf Schadensbegrenzung. Sein Gegner György Szabo konnte durch seine Art zu ringen wenig Begeisterung bei den Zuschauern wecken. Mit etwas mehr Cleverness hätte Knöpfchen an diesem Abend punkten können. Die Klassenunterschiede beider Teams wurden auch beim Kampf zwischen Mario Panitzsch und Zoltan Fodor augenscheinlich. Doch war noch nicht aller Tage Abend und das dicke Ende kam noch. Nah dran war dann Maik Oppermann. Gegen Istvan Vereb hatte Maik wenigstens eine Chance. Alle 3 Runden gingen denkbar knapp aus, trotzdem holte der Auerbach/Chemnitzer die 3 Mannschaftspunkte. Es stand nun 7 zu 17 und man konnte in den Reihen der Zuschauer schon längst Resignation ausmachen. Der Gegner war zu übermächtig und die Chancen eben zu gering. Doch schon in der vergangenen Woche wurden die Fans eines Besseren belehrt, abgerechnet wird immer am Schluss. Und so war es Attila Drechsler, der den Germanen einen Bärendienst erwies. Schon in der vorangegangen Kämpfen war augenscheinlich, das die internationalen Athleten mit allen Wassern gewaschen waren. Beim Kampf gegen Vasek Scheiner fing sich der Ungar eine Verwarnung nach der anderen ein und in Runde 3 war dann halt Schluss. Disqualifikation und somit 4 wertvolle Punkte für Vasek. Das der Ungar dann auch noch auf der Matte ausspuckte hatte der Mattenleiter zum Glück nicht gesehen, aber dafür 400 Zuschauer… So konnten die Germanen auf 11 zu 17 verkürzen und 2 Kämpfe standen noch aus. Doch Andreas Bering, er hatte sich schon längst in die Herzen des Publikums gerungen, war gehandicapt durch eine Erkältung. Konnte er seine Leistung abrufen, um gegen Darius Zwierzynski zu bestehen? Die erste Runde ging 6 zu 0 verloren und die Hoffnungen der Zuschauer schwanden. Doch da drehte Andreas auf und holte sich einen Punkt nach dem anderen und verkürzt auf 14 zu 18. Weit mehr, als die Germanen eigentlich nach dem Wiegen gedacht hatten. Und auf einmal war, natürlich nur rechnerisch, ein Unentschieden möglich. Und da stand er nun, unser Felix und sollte das unmögliche gegen Stefan Daniliuc wahr machen. So richtig erwartet hatte es eigentlich schon längst keiner mehr. Und nach dem 0 zu 8 in Runde eins war scheinbar alles gelaufen. Doch da kam der absolute Hammer. Im typischen Freistilgeknäule holt sich Daniliuc die ersten 2 Punkte um dann von Felix auf den Schultern fixiert zu werden. Schultersieg!!!!! Was danach in der Halle los war, kann man einfach nicht beschreiben. Auf einmal war die Matte voller Arterner Fans und Ringkämpfer, Jubel ohne Ende. Ein Abschluss, wie ihn sicher keiner, aber wirklich keiner erwartet hatte. Schon am Dienstag geht es für die Germania weiter. Beim Auswärtskampf in Albrechts ist dann wieder Konzentration gefragt um an die Positiven Ergebnisse anknüpfen zu können. Man sollte die Südthüringer auf keinen Fall auf die leichte Schulter nehmen. Denn was hat uns der Samstag gelehrt: Hochmut kommt vor dem Fall… |