Serie im Hexenkessel hält an
AC Germania Artern - 1. Luckenwalder SC II 30:8
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Auch am Samstag ließ die Ringkampfveranstaltung in der Unstruthalle keine Wünsche offen. Zuerst revanchierte sich Arterns II. für die Niederlage in der vergangenen Woche in Wernigerode eindrucksvoll mit 18 zu 11. Danach machte die Erste alles klar und gewinnt klar gegen die Bundesligareserve aus Luckenwalde. Trotz dem deutlichen 30 zu 8 Resultat wurden dem Publikum fast 120 Minuten spannende Ringkampfkost geliefert, die seinesgleichen sicherlich sucht. Erst war es Daniel Geist, der nach vermeintlicher 3 zu 0 Niederlage in bisher noch nicht dagewesener Wiederholung der Ansetzung alles klar machte. Dann wuchs Maik Oppermann nach Kreislaufkollaps über sich hinaus und vollbrachte ein Wunder. Doch langsam und der Reihe nach. Gegen Emanuel Krause hieß die Devise für Florian Muchow durchhalten und keine 4 Mannschaftspunkte abgeben. Nach 2 schnell verlorenen Runden konnte Flori in Runde 3 besser dagegenhalten. Mit einem 3 zu 3 verhindert er einen Vierer für die Brandenburger. Skeptisch sah Daniel Geist seinem Kampf gegen Nik Matuchin entgegen, bisher zog Daniel den Kürzeren. Und auch diesmal schien es so, obwohl die Runden nur durch die letzte Wertung entschieden wurden. Die daraus resultierende 0 zu 3 Niederlage wurde in der Pause revidiert, Runde 3 ging wegen einer Verwarnung an Geisti und es stand damit 1 zu 2 und der Kampf war somit noch nicht entschieden. Also ging es nach dem Pausentee mit Runde 4 weiter und alles kam anders. Daniel schultert nach einigem Vorgeplänkel seinen Widersacher und holt wertvolle 4 Punkte für den AC. Und da war richtig Stimmung in der Halle. Schwer tut sich Stephan Knopf gegen Lennard Wickel. Knöpfchen gelingt es nur, einen Punkt für die Germanen zu sichern. Seinen zweiten Ringerfrühling erlebt Mario Panitzsch. Eigentlich als „Äusserternotfallersatzmann“ eingeplant, wächst er immer mehr über sich hinaus. Diesmal hat er Zlawa Steinbach bis zu seiner Verletzungsaufgabe sicher im Griff. Von hier viele Genesungsgrüße nach Luckenwalde. Boecki als letzter Kämpfer vor der Pause lässt auch diesmal nichts anbrennen. Mit Vollgas greift er an und rollt seinen Gegner um Kopf und Kragen. Genauso wollen es seine Fans sehen. Und schon jetzt zeichnete sich ab, dass alles für den AC lief. Noch vor dem Anpfiff sah man der einen oder anderen Begegnung skeptisch entgegen. Doch Kampfgeist kann Berge versetzen. Das bewies einmal mehr Maik Oppermann. Rund 1 konnte Oppi souverän für sich entscheiden, in Runde 2 kam er schon ins Straucheln, konnte aber die Punkte in die Pause retten. In Runde 3 ging nichts mehr. Nahe einem Kreislaufkollaps musste Oppi die Verletztenzeit in Anspruch nehmen, sein Mageninhalt erblickte wieder das Licht der Welt und die Beine versagten ihren Dienst. Eigentlich wars das, doch Oppi kam zurück. In Runde 4 riss er sich zusammen, gab alles was ging und holte den Sieg. Unglaublich. Eine sichere Bank war einmal mehr Steve Brylla. Gegen Dustin Bartmuß war es nur in der ersten Rund knapp, Rund 2 gewinnt Stevie souverän und Runde 3 dann auf Schulter. Gratulation. Und auch Vasek Scheiner gibt Gas. Schon im Hinkampf Schultersieger, wiederholt Vasek seinen Erfolg vor tosendem Publikum. Ein blitzsauberer Kopfhüftschwung befördert seinen Gegner in Runde 2 auf beide Schultern. Es stand nun 24 zu 7 nach Punkten und es konnte nichts mehr anbrennen. Trotzdem ließ die Kampfmoral auch in den letzten beiden Kämpfen nichts zu wünschen übrig. In der Gewichtsklasse bis 74 kg griechisch ringt diesmal Christian Oppermann. Als Allrounder einsetzbar in beiden Stilarten vertritt er den verletzten Andreas Bering ohne Fehl und Tadel. Gegen Andreas Fiedler ringt Christian sehr konzentriert und holt sich den Sieg in allen 3 Runden verdient. Dem ganzen setzt im letzten Kampf des Abends Felix Thätner die Krone auf. Gegen einen cleveren und in der Liga sehr erfolgreichen Willi Wendel besteht Felix eindrucksvoll. Mit seiner Art zu ringen hat er sich schon längst die Herzen der Zuschauer erobert, die lautstarke Unterstützung ist der Beweis. So holt Felix alles aus sich raus und holt sich einen 3 zu 1 Arbeitssieg. |