Ehre ohne Beigabe


 




 

Die Bemühungen des AC Germania 1900 Artern um die Förderung von Kindern und Jugendlichen wurden jetzt ein weiteres Mal gewürdigt. Der Athletenclub erhielt das "Goldene Band" der Thüringer Sportjugend.
Gerd Pillep, Chef des AC Germania Artern und auch Präsident des Landesringerverbandes von Sachsen-Anhalt, ist als Funktionär gewiss kein heuriger Hase. Dass er aber dennoch bei seinem Auftritt vor dem Landesjugendtag an der Sportschule in Bad Blankenburg ein wenig aufgeregt war, macht ihn nur sympathischer. "Der Gerd hat ganz schön geschwitzt", freute sich Johanna Klier diebisch. Die aus Artern stammende Mitarbeiterin des Landessportbundes und ehemalige Weltklasse-Hürdensprinterin trägt gern eine Mitschuld daran, dass Gerd Pillep quasi die Laudatio auf den eigenen Verein halten musste. "Wir mussten die Arterner Ringer einfach selbst nominieren", sagt Johanna Klier für die LSB-Kommission für internationale Zusammenarbeit. Eigentlich hätte das auch die Kreissportjugend tun können (müssen). Johanna Klier: "Was die Arterner Ringer mit dem Euro-Camp leisteten, war schon Spitzenklasse. Aber dieses Jahr haben sie noch einen draufgesetzt! Da ging wirklich kein Weg mehr an ihnen vorbei." Dabei sprangen sie für japanische Gäste nur als Notnagel ein - das aber mit der gewohnten Herzlichkeit und als große Familie. "Das können wir nur, weil sich in den Verein so viele aktiv einbringen", gibt Gerd Pillep das ehrende Lob an seine Mitstreiter weiter - und nennt lieber keine Namen: "Ich will keinen vergessen!" Das gut einen Meter lange "Goldene Band" hat nur ein Manko: Es hängt kein einziger Cent dran.