Heimserie hielt an !

AC Germania Artern - WKG Altenburg/Schneeberg  28:9    
 

Stehende Ovationen und Sprechchöre waren bezeichnend für den letzten Heimauftritt des AC Germania. Eine Bilderbuchsaison fand für das heimische Publikum im vorletzten Kampf ihr Ende. Ein ungefährdeter 28 zu 9 Sieg sprach Bände. Für die immer wiederkehrenden Fans war es eine überaus spannende und unterhaltsame Saison. Viele Sympathien haben sich die Arterner Ringkämpfer sprichwörtlich erkämpft. Bei der stimmungsvollen Saisonabschlussfeier unterzeichneten alle Ringkämpfer die Lizenz für die Saison 2007, ein Novum, das es bisher noch nicht gegeben hat. Also werden die Fans auch 2007 alle Ringkämpfer wieder sehen, die in diesem Jahr für so tolle Stimmung gesorgt haben. So wurden im letzten Kampf des Abends, es war die Begegnung zwischen Felix Thätner und Matthias Klages, vom Publikum die letzten 50 Sekunden lautstark rückwärts gezählt. Gepaart mit rhythmischem Applaus war es Gänzehautstimmung pur. Und die zog sich durch den ganzen Mannschaftskampf. Florian Muchow revanchierte sich für seine Auswärtsniederlage in Altenburg und bezwang Toni Seifert klar in 3 Runden. Schön wäre es, wenn Flori sein Gewicht für die nächste Saison halten könnte. Er ist eine unbedingte Bereicherung fürs Team. Genauso wie Daniel Geist. Bisher immer gegen Eric Müller unterlegen drehte Daniel den Spieß in den letzten beiden Runden um. Er zeigte den Kampfgeist, den die Zuschauer sehen wollten und fightete aktiv um die entscheidenden Punkte. Mit sich selbst haderte Stephan Knopf. Knöpfchen war heuer nicht ganz auf der Höhe. Die lange Saison zollte bereits Tribut. Nur in der 2.Runde konnte er gegen Adrien Nötzold punkten. Locker angehen konnte es diesmal Mario Panitzsch. Gegen den Tschechen Vojtech Kukla war nichts zu holen, das wusste man bereits im Vorfeld. Trotzdem war dieser Abend sicher einer der Schönsten in Panik`s Ringerkarriere. Bei der Abschlussparty gab es eine wunderschöne Geburtstorte und ein Geburtsständchen von den zahlreichen Ringkämpfern und Fans. Da floss dann auch bei Mario die eine oder andere Träne der Rührung. Und das macht eben ein gutes Team aus. Nach der Begegnung gab es dann für die KG Altenburg/Schneeberg nichts mehr zu holen. In würdiger Manier verabschiedeten sich die Ringkämpfer bei ihren Fans. Tobias Boeck, auch er bleibt in Artern, rollte Frank Fiedler schwindlig. Alle drei Runden gewinnt Boecki mit technischer Überlegenheit und schickt das Publikum erst einmal in die Pause. Doch danach geht es genauso weiter. Gegen einen jungen Holger Teichmann hat Oppi diesmal leichtes Spiel. Der Schultersieg kommt auf Ansage. Ähnlich ergeht es Michael Wied gegen Steve Brylla. Steve holt sich die ersten beiden Rundensiege mit technischer Überlegenheit, um dann den Altenburger in Runde 3 zu schultern. Damit goss er natürlich Öl in das Feuer bei den Fans. Die Stimmung war einfach gewaltig. Jeder Ringkämpfer wollte einfach sein Bestes geben um sich bei den Fans gebührend zu verabschieden. Und das machte auch Vasek Scheiner. Gegen Andre Singer holte sich Vasek alle 3 Rundensiege. Der symphatische Prager hat eine sehr erfolgreiche Saison hinter sich gebracht und zählt bei den Germanen zu den zuverlässigsten Punktesammlern. Positv, auch Vasek ringt in der kommenden Saison beim AC. Und auch Andreas Bering und Felix Thätner werden wir im nächsten Jahr wieder sehen. Beide 74-iger waren eine absolute Bereicherung fürs Team. Als Neulinge haben sie sich hervorragend integriert und gerade am Ende einer jeden Begegnung manchmal das Ruder herum gerissen. Diesmal tat das nicht Not. Der Kampf war bereits entschieden, trotzdem gaben beide noch einmal Gas. Sowohl Andy, als auch Felix hatten ihre Gegner jederzeit im Griff und holten die letzten 6 Zähler für die Germanen. So fand ein sehr stimmungsgeladener Kampf ein würdiges Ende. Auch Arterns 2. Mannschaft wusste zu überzeugen. Gegen die WKG Sangerhausen/Nebra gewann das Nachwuchsteam ungefährdet und sichert sich somit den 3. Platz in der Landesliga Sachsen-Anhalt. Einziger Wermutstropfen, Christian Oppermann musste angeschlagen die vorzeitige Heimreise antreten. Bleibt zu hoffen, da es nichts Schlimmeres ist. Auf alle Fälle erst einmal viele Grüße und gute Besserung nach Magdeburg.