Großer Coup im Süden
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Mit einem gehörigen Paukenschlag trumpfte der Ringernachwuchs des AC Germania Artern beim Herbert-Albrecht-Turnier (Weihnachtsturnier) des SV Jugendkraft Albrechts auf. Die Grün-Gelben Arterner eliminierten ihre Südthüringer Kontrahenten, gestalteten zahlreiche Mattengefechte siegreich und holten so erstmals den Wanderpokal für das "Beste Vereinsteam" an die Unstrut. Beim Suhler Traditionsturnier, das dem 18-fachen DDR-Meister und Olympia-Neunten von Rom 1960, Halbschwer- und Schwergewichtler Herbert Albrecht gewidmet ist, setzte sich die Germaniajugend zum Jahresende nochmals eindrucksvoll in Szene. Beim Wettstreit der 6- bis 11-Jährigen machten unter Insidern auch Erinnerungen an die fünfziger und sechziger Jahre des DDR-Ringkampfsports die Runde. Denn sowohl der im kleinen südthüringischen Albrechts beheimatete Olympionike Herbert Albrecht, als auch die Arterner Halbschwer- und Schwergewichtsasse Fritz Fleischhauer und Günter Kielhorn gehörten ein gutes Jahrzehnt zum Nationalkader des Deutschen Ringer-Verbandes der DDR. Viele spannende Begegnungen und knappste Kampfergebnisse dieses Elitetrios untereinander weist die Chronik der Meisterschaftsbulletins dieser Epoche aus. Dabei waren auch die Nominierung sowie die Ergebnisse der beiden Unstrutstädter zu den in den Jahren 1953 und 1954 durchgeführten insgesamt lediglich zwei gesamtdeutschen Einzelmeisterschaften Ausdruck ihrer national hervorragenden Ausnahmestellung. Nachdem damals Fritz Fleischhauer beim Freistil-Titelfight 1953 in Stuttgart-Feuerbach die Vizemeisterschaft im Halbschwergewicht errang, sicherte sich Günter Kielhorn ein Jahr später beim griechisch-römischen Championat in Hornberg den Vizemeistertitel im Schwergewicht. An solchen eindrucksvollen Bilanzen des Ringerlagers der Kyffhäuserregion und späterer gleichfalls leistungsstarker Arterner Ringkampfgenerationen richten sich auch die Youngster des Athletenclubs seit Jahren wieder erfolgreich auf. Das war auch zum Jahresfinale beim Turnierstart in Albrechts nicht anders. Im Aktivenfeld von 114 Teilnehmern aus drei Bundesländern bestimmten die Germaniaeleven zur Freude der zahlreich mitgereisten Mütter und Väter das Mattengeschehen in den Vor- und Zwischenrunden, aber auch in den Finalgefechten anspruchsvoll und leistungsstark mit. Mit Nick Ratayczak, Tim Walther und Fabian Welgosch stellten die Grün-Gelben drei strahlende Turniersieger. Dazu gewannen die Arterner sechsmal Silber und viermal Bronze und entführten neben dem Wanderpokal so insgesamt dreizehn Medaillen an die Unstrut. Weitere jeweils drei vierte und fünfte Plätze sowie zwei siebente Ränge komplettieren den rundum erfolgreichen Auftritt der von Gerhard Günther, Frank Werner und Lothar Finke sowie Kampfrichter Michael Janke betreuten Germaniacrew. Einzelwertung: Vereinswertung: |