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Wie man sich irren kann. Als Klaus Dumke im August
´51 als junger Lehrer nach Artern kam, machte er Bürgermeister Karl
Meinecke seine Aufwartung und sagte: "In Ihrem Kaff bleibe ich nur ein
Jahr!" Gestern feierte Klaus Dumke in Artern seinen 75. Geburtstag und
erhielt zusätzlich zu allen Glückwünschen noch die Ehrennadel des
Deutschen Ringer Bundes in Gold.
Dass Klaus Dumke, der mit seiner Drohung eigentlich nur bewirken wollte,
so schnell wie möglich eine Wohnung oder wenigstens ein Zimmer zu
bekommen, in Artern blieb, lag daran, dass er sich gleich zweimal
verliebte. Einmal in seine Ingelotte und - fast zeitgleich - ins Ringen.
Dumke: "Im Herbst ´51 gingen wir in der Saline spazieren. Vorm Salinesaal
sah ich zum ersten Mal einen Wettkampf." Ohne einen Schimmer von den
Techniken habe er da "nur Härte und Brutalität gesehen". Das änderte sich
bald. Auch wegen seiner Schüler: "In meiner ersten Klasse an der
Berufsschule waren Gerhard Wagner und Rolf Kämmerer. Feine Kerle. Und
natürlich Ringer." Kämmerer ist heute Präsident des Hessischen
Ringerverbandes. Irgendwann sprach Trainer Fritz Pillep den jungen Mann
an, warb ihn als Jugendwart. Seit dem 1. August 1952 ist Klaus Dumke ein
Germane. Mit ihm und Fritz Pillep verbinden sich einige der größten
Erfolge der Arterner Nachwuchsringer, mehrfache DDR-Vizetitel, der Turn-
und Sportfestsieg 1956, die vorm eigenen Anhang 1958 perfekt gemachte
DDR-Meisterschaft und 1960 der Gewinn des FDJ-Pokals - damals eine
gesamtdeutsche Meisterschaft. Nach 15 Jahren hörte Klaus Dumke als
Jugendwart und Kampfrichter auf. Eine Entscheidung nicht gegen das Ringen,
sondern für den Beruf. Ein Germane blieb er immer. Heute besucht er keine
Wettkämpfe. Eine Vorsichtsmaßnahme. "Einmal da, wäre ich sofort wieder
immer da!" |