Landesmeisterschaften der A,B,C Jugend (FR) in Sangerhausen
Nachdem der AC Germania Artern zum Jahresanfang bei den Sachsen-Anhaltinischen Landesmeisterschaften im griechisch-römischen Stil schon 14 Medaillen abräumte, setzten die Nachwachsringer 14 Tage darauf beim Freistilchampionat der Gleichaltrigen am Samstag in Sangerhausen noch einen drauf. Bei je sieben Meistertiteln und Silbermedaillen sowie zwei Bronzeplatzierungen standen die Grün-Gelben insgesamt 16 mal auf dem Podest. Mit dieser Medaillenbilanz sowie drei vierten Rängen vollbrachten die 19 aufgebotenen Germaniayoungster das Husarenstück, in dieser beim AC Germania eigentlich nicht gerade vordergründig betriebenen Ringkampfdisziplin die Freistilspezialisten ganz schön in Verlegenheit zu bringen. Im Teilnehmerfeld von 162 Athleten aus 18 Vereinen gingen die Schützlinge der Trainer Gerhard Günther und Frank Werner selbstbewusst und offensiv zu Werke und etablierten sich einmal mehr im illustren Kreis der Spitzenteams des Anhaltinischen Ringerlager. Beredtes Zeugnis dafür ist auch die Tatsache, dass in Auswertung der Landesmeisterschaften beider Ringkampfdisziplinen vom Landestrainer 18 Arterner für die einzelnen Altersklassen-Landesteams zum Start bei den Mitteldeutschen Meisterschaften nominiert wurden. Herausragende Germania-Akteure zählten in der Rosenstadt natürlich die vier strahlenden "Stilart-Doppelmeister" Stephan Grimm, Martin Mach, Florian Muchow und Christoph Strauß. Ihren Klassik-Goldmedaillen fügten sie die im Freistil hinzu, schafften so das im Ringerlager sehr begehrte, aber äußerst seltene "Stilarten-Meister-Doppel".
In der C-Jugend (12 / 13 Jahre) zogen Thomas Reitz, Christoph Strauß und Sebastian Paul verlustpunktfrei in ihre Gewichtsklassenfinals ein und hatten ihre Kontrahenten auch im Endkampf gut im Griff. Die drei erkämpften Goldmedaillen waren verdienter Lohn ihrer einsatzstarken Kampfesweise. Die Zweitplatzierten Denis Paul, Tim Salzmann und David Schmidt standen den Goldjungs kaum nach und blieben mit ihren Silberrängen im Bereich der erwarteten Podestplätze. Mit Morris Freund und Alexander Schmidt überstanden auch die weiteren zwei Altersklassenstarter die Vorrunden. Im kleinen Finale war für beide Endstation, so dass sie sich mit undankbaren vierten Plätzen begnügen mussten.
Die B-Jugendcrew (15 / 16 Jahre) glänzte durch Martin Mach, Marcel Tropsch und Florian Muchow gleichfalls, mit drei Titelträgern. Alle drei ließen bei ihren Mattenauftritten nichts anbrennen und kamen auch in den Finalfights zu sicheren Siegen. Den vierten Altersklassentitel verpasste Marcus Winter nach einer unglücklichen Endkampfniederlage nur knapp. Er wurde als Vizemeister geehrt. Für Ken Finke, der wiederum eine gute Serie hinlegte und im Meisterschaftsumfeld für seine besonders sportliche Einstellung und Fairness öffentlich anerkannt wurde, gab es erneut einen zweiten Rang. Damit gelang dem 14-Jährigen immerhin das auch nicht alltägliche "Vizemeister-Doppel". Als Sechster im B-Jugend-Bund landete Alexander Trautmann, der sich im kleinen Finale locker durchsetzte, auf dem Bronzerang. Damit gab es in dieser Altersklasse die einzige komplette Medaillenausbeute für den ACG. Bei den Kadetten (16 / 17 Jahre) gehörten drei bereits in den Arterner Männerteams erfolgreich aufgebotene Nachwuchsyoungster zu den auffälligsten Akteuren. Kompromisslos eliminierte Stephan Grimm mit drei Siegen problemlos die Vorrunden-Konkurrenz und kämpfte sich im Finale erfolgreich zum Meistertitel. Auch die Zweitplatzierten Daniel Geist und Andre Günther zeigten mit sicheren Zwischenrundensiegen erfolgreich Flagge und bestärkten die Erwartungen auf weitere stabilisierte Varianten für die neue Punktkampfsaison der Männerteams. Ein dritter Platz von Konstantin Kersten und Rang 4 durch Jirka Hörig komplettierten die gute Gesamtbilanz der Germania-Kadetten.
Die überaus gelungene Meisterschaft lässt konstatieren, dass sich die Nachwuchscrew des AC mit dem neuen Freistilregelwerk wie auch auch mit der Konkurrenz erfolgreich auseinander setzte. Das Trainerteam um G. Günther und F. Werner schätzt die Aussichten für die Mitteldeutschen Meisterschaften und die Qualifikation zu den Deutschen Meisterschaften deshalb als gut ein.
Nach dem Meisterschaftsauftritt wechseln die Arterner Ringer heute schon wieder in die Gastgeberrolle. Sie erwarten die Abordnungen der Partnervereine aus Krotoczyn, Olsztyn und Poznan zur Abstimmung des geplanten Jugendaustauschs. Im Haus der Ringer wird auch eine Feuerwehrdelegation aus Klucze im Partnerkreis Olkusz erwartet. Die polnischen Floriansjünger sind Gäste der Feuerwehr Ritteburg.