Mitteldeutsche Meisterschaften
der Männer GR in Gelenau
Eigentlich war alles anders als geplant. Für die am vergangenen Wochenende im erzgebirgischen Gelenau stattfindenden Mitteldeutschen Meisterschaften der Männer nominierte Landstrainer Bernd Radschunat unter anderem Tobias Boeck. Arterns bestes Pferd im Stall bereitete sich zielstrebig darauf vor und trainierte die letzte Woche sogar zweimal in seiner Wahlheimat. Doch das dicke Ende kam bereits am Freitagnachmittag. Ein grippaler Infekt streckte den Ringkämpfer nieder. Schon Donnerstag nach der Trainingseinheit fühlte er sich kraftlos, schob es allerdings aufs Gewichtmachen. Ein Start war damit unmöglich.
Da kein weiterer Starter aus dem Germanialager für dieses Turnier vorgesehen war hatte es sich eigentlich mit dem Wochenendausflug nach Gelenau erledigt. Trotzdem war eine kleine Delegation ins Erzgebirge unterwegs. Zum einen chauffierte man Michael Günther zum Turnier, der trat ganz in weiß an. Als Kampfrichter leitete er viele der Begegnungen auf der Matte und vertrat dort den AC in vorbildlicher Weise. Zum anderen verschaffte sich Trainer Steffen Günther, bekleidet von ein paar Sportlern des AC, einen Überblick über den momentanen Leistungsstand der Ringkämpfer in Mitteldeutschland. Gerade die Bundesligamannschaften aus der südlichen Region schickten ihre Athleten ins Gefecht. Schon durch die geografische Nähe zwischen Gelenau, Thalheim, Pausa, Aue und Markneukirchen ergab sich in manchem Kampf die Brisanz eines Lokalderbys. Das Salz in der Suppe waren dann die Ringkämpfer aus den Leistungszentren Luckenwalde und Frankfurt, die bei der Vergabe der Medaillen ein Wort mitreden wollten.
Alles in allem ein spannender Wettkampf mit unterhaltsamen Kämpfen und einem guten Arterner Kampfrichter aber leider keinem Ringkämpfer. Bleibt nur noch, Tobias neben allen anderen Grippeopfern in Deutschland, und das sind nicht wenige, gute Besserung zu wünschen.