Remis in Altenburg
AV LOK Altenburg - AC Germania Artern 18 : 18
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Schon vor dem Aufbruch nach Altenburg war es für die Germania klar, dass es keine leichte Reise wird. Nach der Verletzung in Leipzig steht Vasek Scheiner erst wieder in Werdau zur Verfügung und Maik Oppermann schob am Wochenende Dienst für den Frieden bei der Bundeswehr, somit waren 2 Leistungsträger zu ersetzen. Und gerade in den oberen Gewichtsklassen tun sich die Germanen damit eigentlich schwer. Nicht zu vergessen war die „Erfolgsbilanz“ der Arterner bei den Duellen gegen die Skatstädter. Auswärts bisher chancenlos, konnte man nur einmal knapp auf heimischer Matte gewinnen. Soviel zu den Vorzeichen dieser Begegnung. Was dann kam, hat sicher alle überrascht. Es entwickelte sich ein Kampf mit Höhen und Tiefen, wie man es sich kaum vorstellen kann. Den Auftakt machte Jan Scholz. Jan hatte es selbst in der Hand. In der ersten Runde entging der Altenburger Nözold gerade so einer Schulterniederlage. Doch im weitern Verlauf entglitt Jan der Kampf immer mehr. Trauriges Ende - Schulterniederlage in Runde 4. Michael Getschmann war eigentlich der Mann des Abends. Normalerweise ist ja seine Ringkampfkarriere bereits beendet. Doch er stellte sich in den Dienst der Mannschaft und vor allem dem übergewichtigen Gegner. Um überhaupt in der Gewichtsklasse bis 120 kg starten zu dürfen, muß der Kämpfer schwerer als 84 kg sein. Da hatte Michael schon das erste Problem, mit 82 kg Lebendgewicht musste er sich vor dem Wiegen noch mal schnell 21/2 Liter Wasser reinziehen um schwer genug zu sein. Im Kampf forderte er seinem Gegner alles ab. Nach 4 Runden stand es 2 zu 2 und Michael war zwar gut 16 kg leichter, aber eindeutig der aktivere Ringkämpfer. Das der Kampf kurz vor Schluß durch einen Abreißer zu Gunsten der Altenburger entschieden wurde, war aus Arterner sicht eigentlich tragisch, weil das nicht der Lohn war, den „Getschi“ nach seinem Fight verdient hatte. Und so ging es weiter. Tilo Frisch agierte souverän und hatte eigentlich nur damit zu tun seinen Gegner einzufangen. Michael Choschzick entzog sich 6 Minuten lang dem direkten Duell. Auch Alexander Zischka riss vor Steve Brylla aus und auch dieses Mattenhaschen endete siegreich für den AC. Solche Kämpfe sind keine Werbung für den Ringkampfsport und hier fehlte ein souveräner Kampfrichter, der den Dingen nicht einfach seinen Lauf lässt. Daniel Geist überraschte sicher nicht nur die Altenburger Fans. Der 16 jährige Youngster ließ schon in Runde 1 den Lokalmatadoren Erik Müller richtig alt aussehen und schickte ihn 0 zu 4 in die Pause. Auch in den folgenden Runden ging es haarig zu und der Altenburger musste sich im wahrsten Sinne des Wortes durchbeißen um nach 4 Runden zum knappen Punktsieg zu kommen. Schwer hatte es Alex Reinshaus gegen Vojtech Kukla. Der Tscheche verstand es, die Angriffe von Alex auszukontern und so seine Wertungen zu erzielen. Der Punktsieg von Kukla war verdient. Die Aufholjagd startete wieder einmal Tobias Boeck. Die 3 Runden reichten aus, um Christian Zischka 3 mal mit 6 zu 0 Punkten von der Matte zu schicken. Die 4 Mannschaftspunkte die Tobias durch technische Überlegenheit holte, sollten am Ende Gold wert sein. Genauso die von Robert Fuchs. Er schultert schon in der ersten Runde den Altenburger Michael Klages. Somit gehen die Germanen das erste mal an diesem Abend in Führung. Beim Stand von 14 zu 15 ist allerdings noch nicht Schluß. Mit Mathias Klages und Ladislav Snelly haben die Altenburger noch 2 heisse Eisen im Feuer. Und das Drama nahm seinen Lauf. Mit Christian Oppermann fand Klages einen harten Widersacher. Doch Christian konnte den Spieß nicht wirklich umdrehen. In einem denkbar knappen Kampf kann sich der Altenburger die 3 Punkte sichern. Schon steht es 17 zu 15 für die Gastgeber. Dann waren es nur noch der Tscheche und Christian Schurig, die den Kampf entscheiden konnten. Die erste Runde endet 0 zu 0. Zwiegriff. Blau, also muß Christian Schurig fassen, hebt den Tschechen aus und tritt bei der Griffvorbereitung aus der Zone. Die Wertung bekommt der in der Luft hängende, handlungsunfähige Tscheche. Ringen kann so schwachsinnig sein. In Runde 2 kann Christian gleichziehen und es steht 1 zu 1. In Runde 3 verletzt sich Snelly an der Schulter, beisst die Zähne zusammen und kämpft trotzdem weiter. Nun ist es für Christian ein leichtes die Punkte zu holen. Sein 3 zu 1 Sieg nach Runden bringt den Arternern den 18 zu 18 Endstand. Sicher möchte man einen Kampf nicht auf Grund einer Verletzung gewinnen. Doch am Ende zählt das Resultat. Von hier viele Grüsse und vor allem gute Besserung an den Tschechen Ladislav Snelly. Nächste Woche geht es dann schon wieder auf Reisen. Im ersten Kampf der Rückrunde muß der AC Germania nach Werdau. |