Mitteldeutsche Meisterschaften der Männer FR in Frankfurt


Nach Abschluss der Ringerlandesmeisterschaften der Männer folgten am vergangenen Samstag der ersten Mitteldeutschen Meisterschaften. Ausgetragen wurde das Freistil-Championat im brandenburgischen Frankfurt. Genauer gesagt im dortigen Bundesleistungszentrum und Olympiastützpunkt . Ein imposantes Gewirr von Sportstätten für verschiedene Sportarten bilden hier das Mekka für jeden Leistungssportler. Nur allein die Trainingshalle der Ringkämpfer würde in unserer Region von der Grundfläche her sicher Kreisrekord darstellen, vom angeschlossenen Kraftraum und den sanitären Einrichtungen wollen wir erst gar nicht sprechen. Doch zurück zum wirklich wichtigem im Leben, dem Ringen.

Der AC Germania trat zum Wettkampf mit einer sicher eher kleinen doch nicht minder erfolgreichen Mannschaft an. Da beide Trainer verhindert waren, betreute Mannschaftskamerad Stephan Knopf die Freistilasse des AC. Am Ende waren es derer drei, nur Robert Fuchs war verhindert.

Bis  66 kg maß sich Steve Brylla mit den Besten aus Mitteldeutschland. Durch das Hinzukommen des Landes Brandenburg mutete dieses Turnier schon fast wie eine DDR-Meisterschaft an. Steve hatte mit Mario Koch und Daniel Wilde auch gleich zwei Leistungskader des Deutschen Ringerbundes in der Gewichtsklasse. Gegen Letzteren traf der Arterner dann auch in der Vorrunde.

Nach neuen Regeln wird jede der 3 Runden des Kampfes neu ausgerungen, außer einer der beiden Ringkämpfer kann die ersten beiden Runden bereits für sich entscheiden. So geschah es auch beim Kampf Brylla gegen Wilde, allerdings hatte es der Leipziger nicht einfach gegen Steve. Gegen Steve Niklas vom Luckenwalder Sportclub und Matti Haugwitz aus Zöblitz konnte Steve als Sieger die Matte verlassen. Nur an seinem alten Rivalen, Henry Naumann aus Magdeburg, scheiterte er 2 zu 1 bei der Wertung der Runden. Am Ende ein undankbarer 4.Platz.

Nicht einfacher hatte es Christian Oppermann. Er befindet sich gerade in der Aufbauphase, denn er wechselt von der Gewichtsklasse 66 kg in die nächst höhere bis 74 kg. Im Moment hat er noch Gewichtsdefizite, die sich im Zweikampf immer nachteilig auswirken. Trotzdem stellt er sich der Herausforderung und den schwereren Gegnern. Im ersten Kampf besiegt er den Jenaer Schenzel nach Punkten. In Kampf 2 verliert er knapp gegen den späteren drittplazierten Sandro Mehler aus Frankfurt/Oder.

Der 7. Platz ist am Ende nicht dramatisch, sofern man die Situation realistisch betrachtet.

Edelmetall holt Bruder Maik. Für seine Bronzemedaille musste er allerdings richtig ran. Die Finalteilnahme hatte Maik dabei selber in der Hand. Gegen den Jenaer Kay Taubert geht Maik in Runde 1 in Führung. Kurz vor Ablauf der 2 Minuten steht es 2 zu 1 für Oppi. Taubert gleicht aus und gewinnt die Runde, da er die letzte Wertung zum Stand von 2 zu 2 macht. So sind halt die neuen Regeln. Runde 2 verliert Maik mit 0 zu 1 Punkten und kann so nur noch um Platz 3 Ringen.  Im weiteren Verlauf  besiegt er nach starker Aufholjagd Dirk Harzer aus Zöblitz und im Kampf um Platz 3 den Brandenburger Marcus Bankert.

Im Anschluss an die Meisterschaften machte sich dann die Germanen auf den Weg ins nahe Luckenwalde. Dort fand am Abend der Rückkampf der Playof - Runde der 1. Bundesliga statt und das wollte man auf keinen Fall verpassen, wenn man schon einmal in der Nähe war.
Der Luckenwalder SC traf hier auf den deutschen Rekordmeister  vom KSV Aalen. Die Hinrunde hatten die Luckenwalder mit 10.5 zu 13 bereits vor einer Woche überraschend gewonnen. Nun machten sie die Sensation perfekt und demontierten die Gäste mit 16 zu 6.  Schaut man sich die Aufstellungen an, traf hier die europäische Spitze aufeinander. Es wurde zum Teil Ringkampf der absoluten Spitzenklasse geboten. Erstaunlich ist halt nur, das ein Rumäne und ein Armenier um die Deutsche Mannschaftsmeisterschaft kämpfen...