AC Germania verliert gegen Aufstiegsaspiranten aus Greiz

 

AC Germania Artern - RSV Rotation Greiz 11 : 24   
 

Das Resultat war keine wirkliche Überraschung. Nach Markneukirchen lässt der AC Germania nun auch gegen Greiz auf heimischer Matte Federn. In einem stimmungsgeladenen und kämpferischen Schlagabtausch siegt der Favorit aus Greiz jederzeit verdient. Sicher hatte man sich auf Arterner Seite etwas mehr ausgerechnet, aber leider kommt es eher selten so wie man denkt. Weh tat den Germanen eine nicht erwartete Niederlage von Alexander Reinshaus gegen Stefan Lippke. Ein blitzschneller Kopfhüftschwung traf Alex auf dem verkehrten Fuß. Nach verbittertem Bodenkampf war es dann leider auch vorbei. So etwas passiert. Gegen Christian Maier hatte Jan Scholz den erwartet schweren Stand. In Runde 2 kam dann auch das Aus für den Arterner. Noch schneller ging es bei Steffen Steinbrück, der strich bereits nach 30 Sekunden verletzungsbedingt die Segel. Den ersten Lichtblick sah das Publikum beim Kampf von Tilo Frisch gegen Petr Klikos. Zwar konnte der Tscheche alle 3 Runden für sich entscheiden, aber ein leichter Gang war es für den Wahlgreizer nicht. Schwer hatte es auch der bundesligaerfahrene Matthias Jentzsch gegen einen kämpferisch agierenden Maik Oppermann. In einem offenen Schlagabtausch schenkten sich beide Athleten nichts, aber auch diese Begegnung ging an die Gäste aus Greiz. So war es Steve Brylla, der die ersten Punkte für die Arterner holte. Sein Schultersieg war Balsam auf die strapazierten Seelen des Arterner Publikums. Und auch Tobias Boeck konnte nachlegen. Allerdings hatte er es besonders einfach. Die Greizer konnten oder wollten diese Gewichtsklasse nicht besetzen und schenkten die Punkte. Doch die Aufholjagd währte nicht lange. Nur Robert Fuchs konnte noch einen drauf setzten. Gut eingestellt ließ er Phillip Grundmann keine Chance und brachte alle 3 Runden nach Hause. So stand es nach dieser Begegnung 11 zu 18 und rechnerisch wäre noch alles möglich gewesen. Doch Wunder kommen nicht so häufig vor. Und so kam es dann auch wie es kam. Gegen den Moldawier Evgenin Valentin war Christian Opermann an diesem Abend chancenlos. Der Greizer Neueinkauf entpuppte sich als Freistilspezialist und konnte alle 3 Runden für sich entscheiden. Richtig laut wurde es noch einmal im letzten Duell zwischen Christian Schurig und Falk Schlehan. Obwohl schon alle Messen gesungen waren fanden einige Kampfrichterentscheidungen nicht die Zustimmung von Publikum und Verantwortlichen. So musste so mancher Heißblüter am Kampfrichtertisch gezähmt werden, um ein friedliches Ende zu finden. Alles in allem war es ein unterhaltsamer Abend. Sicher kochten die Emotionen in beiden Lagern hoch, am Schluß waren die Greizer verdienter Sieger und werden sich mit dem Erzrivalen aus Markneukirchen schon am kommenden Samstag um die Tabellenspitze balgen. Die Arterner Ringer backen eher kleinere Brötchen und müssen am kommenden Samstag in Altenburg ran. Eigentlich auch keine leichte Aufgabe.