Deutsche Meisterschaften
der B-Jugend in Südbaden
Tütensuppe
bei Winnetou

Der Kampf erprobte Indianerhäuptling hielt seine Hand über Arterns Ringer-Nachwuchs. Im Bungalow "Winnetou" eines Feriendorfes im Schwarzwald übernachteten sie während der Deutschen Meisterschaften in St. Georgen.
"Mensch, ihr kommt aber rum!" ACG-Trainer Karl-Heinz Pillep wird oft auf die ausgeprägte Ringer-Reisetätigkeit angesprochen. "Wenn die wüssten", sagt er, der Arterns B-Jugend-Starter bei der DM jetzt gemeinsam mit Gerhard Günther betreute. "650 Kilometer waren es jetzt wieder - in eine Richtung, versteht sich." Dabei habe man die schöne Landschaft nur aus dem Fenster des Kleinbusses (Dank an Thomas Jentzsch von der E.B.A. GmbH) gesehen. Und ansonsten nur das Quartier und die Turnhalle. Für einen hat sich die Fahrt um so mehr gelohnt. Schwergewicht Marcel Tropsch, mit seinen 88 Kilogramm im 100-Kilo-Limit aufgeboten, gewann Bronze, musste sich nur in einem einzigen Kampf geschlagen geben. Gegen 97-Kilo-Recke Eduard Popp vom VfL Neckargartach führte Marcel Tropsch schon 5:0, unterlag aber doch noch. Um so ärgerlicher für den Ringlebener, als er von Popp schon bei den letzten Deutschen Meisterschaften um Bronze gebracht wurde. Das sollte ihm nicht wieder passieren. Im kleinen Finale machte Marcel mit dem Albrechtser Matti Wiegmann in 39 Sekunden kurzen Prozess. Das Erfolgsgeheimnis: Bei Winnetou gab´s spät am Abend noch selbst gekochte Tütensuppe. Die wird es vielleicht nächstes Jahr wieder geben. "Dann holst du Gold", sagt Karl-Heinz Pillep. Möglich ist es. Achter, Vierter und Dritter war Marcel Tropsch im Bundesmaßstab schon - und Eduard Popp muss er 2006 nicht fürchten. Der ist dann schon A-Jugendlicher.
Unter die Top-Ten - bei 21 Bewerbern - schaffte es als Achter auch "42-Kilo-Fliege" Florian Muchow mit vier Siegen bei zwei Niederlagen.
Marcus Winter war mit 51,5 Kilo Körpergewicht im 54-Kilo-Limit diesmal chancenlos. Ken Finke passte grippekrank.