Mitteldeutsche Meisterschaften der A/B Jugend in Leipzig

Nach einem Doppelschlag durch Stephan Grimm und Marcel Tropsch stellte der Ringernachwuchs des AC Germania Artern bei den Mitteldeutschen Jugendmeisterschaften in Leipzig gleich zwei strahlende Champions. Mit diesem zweifachen "Messegold" sowie einem Vizemeistertitel und drei Bronzerängen trumpften die Grün-Gelben tüchtig auf und räumten immerhin respektable sechs Medaillen ab. Im Rekord-Teilnehmerfeld von 316 Athleten aus 54 Vereinen der Bundesländer Brandenburg, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen gab es ein tolles Gerangel um die Medaillen und Platzierungen. Die Germania-Crew knüpfte bei dem auf fünf Mattenquadraten ausgetragenen Championat eindrucksvoll an ihre starken Auftritte bei den Landestitelkämpfen von sachsen-Anhalt an. Alle zehn aufgebotenen AC-Starter nahmen die Vorrundenhürden und qualifizierten sich in den entsprechenden Alters- und Gewichtsklassen für die Platzierungsbegegnungen und den Start bei den Deutschen Einzelmeisterschaften 2005. Allerdings erwischte es den Athletenclub zum Wettkampfauftakt der neunstündigen Mammutveranstaltung zunächst äußerst unglücklich. Im 58-Kilo-Limit der griechisch-römischen A-Jugend-Kategorie hatten Stephan Grimm und André Günther so "gut" gelost, dass sie in einem Pool landeten und gleich in der ersten Runde aufeinander trafen. Im Gefecht dieser beiden Favoriten zog Stephan Grimm einen blitzschnellen Kopfhüftschwung konsequent durch und brachte sich mit diesem Schultersieg sogleich in Vorderhand. In den weiteren Einzelkämpfen zeigten sich beide ihren Kontrahenten deutlich überlegen. Während sich Stephan Grimm dadurch für den Finalfight qualifizierte, war für André Günther nach seiner Erstrundenniederlage nur noch das kleine Finale erreichbar. In ihren Endkämpfen setzten sich die bereits erfolgreich im Regionalliga-Männerteam eingesetzten Arterner sicher durch und landeten so auf den Rängen 1 und 3. Die weiteren A-Jugend-Klassiker Jirka Hörig und Daniel Olszewski fanden sich nach jeweils vier Meisterschaftsrunden in den Kämpfen um Platz 5 wieder. In diesen Begegnungen traten beide abgeklärt und selbstsicher auf, hatten ihre Gegner jederzeit gut im Griff und gewannen. Auch im A-Jugend-Freistil-Metier, wo lediglich zwei Germania-Jungen am Start waren, marschierten die Kyffhäuserkreis-Vertreter mit offensiv beherztem Kampfverhalten und attraktiven Technikelementen verlustpunktfrei in die Finalrunden. Dabei traf der am Sport-Gymnasium Halle trainierende 84-Kilo-Athlet Daniel Geist im Finale auf den amtierenden Deutschen Meister aus dem Landesverband Thüringen. Nach einem Punkterfolg in Runde eins musste er aber die Runden zwei und drei knapp abgeben, sodass der Sportgymnasiast entsprechend dem neuen Regelwerk in Gesamtrunden-Addition mit 1:2 unterlag. Damit gab es durch ihn den einzigen Arterner Vizemeistertitel. Dagegen war Konstantin Kersten im kleinen Finale siegreich und sicherte mit Meisterschaftsbronze eine relativ optimale Medaillenausbeute des A-Jugend-Freistil-Duos.

Das nur im griechisch-römischen Stil aufgebotene B-Jugend-Quartett wollte als jüngeres Germania-Team den älteren A-Jugendlichen natürlich nicht nachstehen. Zu einem der auffälligsten Akteure dieser Altersklasse avancierte zweifellos 100-Kilo-Mann Marcel Tropsch. Der 14-jährige Schwergewichtler hinterließ einen rundum sicheren Eindruck und beherrschte seine Kontrahenten deutlich. Nach drei kurzzeitigen Schultersiegen nahm er als strahlender Titelträger den obersten Podestplatz ein. Gleichfalls auf des Podium manövrierte sich einmal mehr Germanias 42-Kilo-Fliege Florian Muchow. Nach einer technisch-taktisch guten Vorrundenserie blieb er auch im kleinen Finale seiner Kampfweise treu und errang durch einen weiteren Sieg die Bronzemedaille. Auch Martin Mach und Marcus Winter, die diesmal zwar nicht in die Finalfights eingreifen konnten, kämpften im Rahmen ihrer Möglichkeiten und platzierten sich mit jeweils fünften Rängen gleichfalls in vorderster Reihe.

Das mitgereiste Trainerteam, die Gebrüder Gerhard und Steffen Günther, sieht in den in Leipzig erreichten Ergebnissen durchaus eine gute Ausgangsbasis zur weiteren spezifischen Vorbereitung ihrer Schützlinge für den Start bei den anstehenden Deutschen Einzelmeisterschaften 2005.

Bereits zwei Tage nach dieser erfolgreichen Meisterschaftsbilanz bittet Nachwuchscoach Gerhard Günther am heutigen Dienstag wieder auf die Trainingsmatten im "Haus der Ringer". Denn den Freiraum der Schulferien wollen die Germaniayoungster im Rahmen einer kombinierten sportlich-kulturellen Vereinsmaßnahme zur Team-Ausprägung und zur gezielten Vorbereitung auf die Bundesdeutschen-Einzelmeisterschaften nutzen.