AC Germania erfüllt Pflichtaufgabe beim Schlusslicht

SAV Leipzig - AC Germania Artern 13 : 15 

 

Wer glaubt, man könnte mal schnell nach Leipzig fahren, 10 Kämpfe durchziehen um dann siegreich wieder zu Hause anzukommen, der war auf dem falschen Dampfer. Schon vor Abfahrt war es den Germanen klar, dass diesmal ein richtiger Brocken bevorstand. Nicht weil der SAV eventuell die Übermannschaft der Liga wäre, der letzte Tabellenplatz widerlegt das sicher. Nein, die Germanen hatten die Probleme diesmal im eigenen Team. Swen Nickel war aus privaten Gründen verhindert, Tobias Boeck, Marko Eichentopf und Marcel Hunger hatten sich einen Virus eingefangen und Michael Getschmann war noch nicht ganz fit, wir erinnern uns an seine Rippe. Doch Letzterer stellte sich in den Dienst der Mannschaft und rang noch nicht einmal schlecht.

Nun kam es darauf an, mit den verbliebenen Athleten eine schlagkräftige Mannschaft zu formieren und das war nicht ganz einfach. Am  Ende zeigte sich, das Trainer Steffen Günther eine glückliche Hand hatte und sich alles doch noch zum Guten wendete. Auch wenn dazu die Leipziger ihren Beitrag dazu leisteten. Bis 60 kg kommt Stephan Knopf kampflos zu den Punkten, schon die ganze Saison konnte man die Gewichtsklasse nicht besetzen. Bis 66kg kam es für die Germania noch besser. Eric Lüttich hatte scheinbar Dampf vor Tobias Boeck und reiste mit Übergewicht an. Doch Tobias lag krank zu Hause im Bett, Vertretung Heiko Kupfernagel kommt somit kampflos zu den Punkten. In dieser Situation waren diese Punkte Gold wert. So konnte Thilo Frisch, er ging für Swen Nickel über die Waage, geschont werden. Gegen Andreas Bering wäre Thilo schon auf Grund der Gewichtsdifferenz chancenlos gewesen.

Doch nun zur Sache. Es lag jetzt am Rest der Mannschaft, das Beste daraus zu machen und vor allem auch das Handicap in der Gewichtsklasse bis 84 kg auszubügeln. Das dann auch gleich beim ersten Kampf der Coach mit Herzrhythmusstörungen auf der Ecke saß lag an seinem eigenen Sohn. Andre Günther startete offensiv, geriet trotzdem innerhalb von 2 Minuten in einen 7 zu 0 Punkterückstand. Das er diesen Kampf noch 7 zu 10 umbog war geradezu sensationell. Bloß allzu oft sollte er die Spannung nicht so hochschrauben, sein Vater ist auch nur ein Mensch.

Doch es wurde auch im nächsten Kampf nicht weniger langweilig. Maik Oppermann fetzte sich bis 120 kg mit einem 25kg schwereren Frank Mittmann. Oppi holt sich die ersten Punkte, doch der Leipziger holt auf. In Runde 2 steht es 3 zu 3. Mit einer unglaublichen Energieleistung punktet Maik erneut und gewinnt 3 zu 5. Den Germanen fällt ein Stein vom Herzen, zumal die Mannschaftspunkte dringend benötigt werden. Das weis auch Robert Fuchs. Gegen Sven Betschke, einem Klassiker, ringt Robert konsequent Freistil. Und dort lag auch der Schlüssel zum Erfolg. Punkt für Punkt sammelt Robert durch schnelle Beinangriffe und gewinnt verdient 0 zu 10.

Knapp ging es bei Steve Brylla zu. Nach einem schnellen Angriff findet sich sein Gegner Leduan Abdulla auf den Schultern wieder. Doch scheinbar ging das auch dem Kampfrichter zu schnell. Im weiteren Kampfverlauf kann sich der Leipziger durch einen blitzsauberen Angriff einen Punktevorteil verschaffen und diesen bis zum Schluss halten.

Mario Panitzsch war wieder der letzte im Bunde. Schnell geriet Mario ins Hintertreffen, fand seinen Faden nach 2 Minuten und konnte Paroli bieten. Die Punktniederlage war am Ende nicht so tragisch, da seine Mannschaftskameraden das Schäfchen schon ins Trockene gebracht hatten.

Richtig spannend wird es auch am kommenden Wochenende. Dann empfängt der AC Germania die Gäste vom RTV Zöblitz und eigentlich haben die Germanen da noch eine Rechnung offen...

Die 2. Mannschaft rang am Samstag in Bitterfeld und verliert denkbar knapp mit 12.5 zu 12.