Erneut knappe Niederlage gegen Lok Altenburg
Lok Altenburg - AC Germania Artern 17 : 14
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Die „Glücklosserie“ des AC Germania nimmt einfach kein Ende. Auch am Samstag klappte es nicht mit dem Mannschaftssieg. Nach keinesfalls schlechtem Kampf verlieren die Germanen 14 zu 17 in Altenburg. Trotz am Ende gut besetzter Mannschaft und einem ungebrochenem Willen zum Sieg hat es auch diesmal wieder nicht gereicht.
Noch vor dem Wochenende sah es gar nicht so rosig aus um die Besetzung der Arterner Mannschaft, doch traten die schlimmsten Befürchtungen nicht ein und man konnte zu zehnt angreifen. Der eher ungeliebte Gegner, die Ringkämpfer vom SV Lokomotive Altenburg, machten es den Arternern dann auch erwartungsgemäß schwer. Als die heimstärkste Mannschaft der Liga, obwohl man in Sachen Publikum und hier sind Quantität und Qualität gemeint, schon viel bessere Zeiten gesehen hat, spielten die Gastgeber den Heimvorteil aus.
Betrachtet man die einzelnen Kämpfe, war wieder einmal alles möglich. Als Pechvogel des Abends kann man diesmal Robert Fuchs bezeichnen. Nach 0 zu 0 Pausenstand katapultiert er sich dank ungeliebter Zwiegriffregelung selbst auf die Schultern und verschenkt den möglichen Sieg an Eric Müller.
In Sachen Einstellung und Siegeswillen macht Jan Scholz den Kampf seines Lebens. In der vorigen Woche ein Schatten seiner selbst ist er diesmal nicht wieder zu erkennen. Nach Punkterückstand gleicht er aus und hat eigentlich das bessere Ende für sich. Doch kurz vor Schluss kann der Altenburger Wied eine Kopfrolle durchsetzen und damit den Kampf für sich entscheiden. Kein Mittel gegen Jens Zimmermann findet Steffen Steinbrück. Gerade am Boden holt sich der Altenburger Punkt für Punkt und damit auch den Sieg.
Eine sichere Bank ist auch diesmal wieder Tilo Frisch. Mitunter fragt man sich, wo Tilo mit seinem Alter die Energie herholt um bis zum Schluss Vollgas zu ringen. Nach 12 zu 0 Punkteführung dreht er Michael Choschzick auf die Schultern.
Marko Eichentopf verliert gegen Jens Schumacher knapp nach Punkten und hadert an diesem Abend selbst mit seiner Leistung.
Weiter aufwärts geht es auch mit Steve Brylla. Er hat Alexander Zischka jederzeit im Griff. Nur kurz wird sein Vorwärtsdrang gebremst als Kampfrichter Hartenstein eine Aktion von Steve auf drängen der Altenburger als unfair abpfeifft und der Gegner längere Zeit auf der Matte behandelt werden muss.
Chancenlos ist Sven Müller gegen Maik Oppermann. „Oppi“ bringt es fertig in nur 75 Sekunden 9 Punkte einzufahren und seinen Gegner zu schultern. Nicht schlecht!
Und es wird noch ruhiger in der Altenburger Sporthalle, als Tobias Boeck Christian Zischka demontiert. Vielleicht hier ein Wort zum Publikum. Altenburg war vor Jahren in Sachen Zuschauer eine Hochburg in der Liga. Doch mit der Zeit lassen die Zahlen und leider auch das Niveau nach. Sicher, auch bei uns ist nicht alles Gold was glänzt und der eine oder andere Zuschauer fällt mal aus der Rolle, aber in Altenburg fühlt man sich als Gast nicht wirklich wohl. „Fairness“ sucht man im Altenburger Duden sicher vergebens und die Art und Weise, wie die Arterner Mannschaft vom teilweise unsachkundigen Publikum gerade in der Gästeecke beschimpft wurde war meist unter der Gürtellinie.
Doch zurück zum Kampfgeschehen. Tobias dominiert das Geschehen von der ersten bis zur letzten Sekunde. Christian Zischka ist 6 Minuten auf der Flucht und hat es am Ende nur dem Kampfrichter zu verdanken keine 4 Mannschaftspunkte abzugeben. Gerade in den letzten 90 Sekunden hätte der Altenburger noch einmal in den Boden gemusst um noch einmal richtig durchgerollt zu werden. Doch Hartenstein ist sehr gnädig und rettet damit den Altenburger über die Zeit. Der 12 zu 0 Punktesieg bringt die Germania kurz mit 14 zu 12,5 in Führung.
Doch nur zu gut wissen die Arterner das mit Matthias Klages und Ladislav Snelly die beiden Stärksten noch kommen. Ein möglicher Mannschaftssieg hätte bis dahin schon unter Dach und Fach gebracht werden müssen, denn hier waren von Seiten der Unstrutstädter schon im Vorfeld 2 Punktniederlagen einkalkuliert. Und es kam wie es kommen musste. Mario Panitzsch und Swen Nickel rangen sich die Seele aus dem Leib aber ein Sieg war einfach nicht möglich. Eine Niederlage an den Beiden fest zu machen wäre fatal. Gerade im Ringen gewinnt oder verliert eine Mannschaft zusammen. Und trotz der knappen Niederlagen in den letzten Wochen stimmt die Moral im Team. Jetzt heißt es nach vorn schauen und wieder angreifen. Die nächste Bewährungsprobe gibt es ja zum Glück schon nächste Woche. Dann geht es nach Markneukirchen, keine leichte Aufgabe, aber die haben wenigstens ein sachkundiges und faires Publikum.