Hauptstadttour weckt Hoffnungen in Artern
SV Luftfahrt Berlin - AC Germania Artern II 12,5:10.
Die Regionalliga-Reserve des AC Germania Artern war in Sachen Ringen in Berlin unterwegs. Die zweite Mannschaft vom Bundesliga-Team SV Luftfahrt war für die Germania-Jungs die erwartet schwere Hürde. Trotz einer denkbar knappen 12 zu 10,5 Niederlage waren beide Mannschaften mindestens gleich stark.
Die Begegnung zeigte den Verantwortlichen immerhin, dass die Entscheidung, eine zweite Männermannschaft aus der Taufe zu heben, genau der richtige war. Denn gerade die jungen Sportler wussten durch enormen Kampfeswillen zu überzeugen. Selbst wenn es diesmal weniger erfolgreich war, konnten sie sich trotzdem alle beweisen. Und nur am Widerstand wächst ein junger Ringer. Wenig zu holen gab es für André Günther. Sein Gegner Sven Cammin - immerhin Deutscher Vizemeister- besiegte André in der ungeliebten freien Stilart klar.
Bis 120 Kilogramm musste Marko Eichentopf auf die Matte. An richtig schweren Jungs fehlt es dem AC schon seit Jahren. So konnte Marko, der 32 Kilo leichter war als sein Gegner, nur auf Schadensbegrenzung ringen. Am Ende gab er nur zwei Punkte ab. Die ersten Zähler für den AC holte Stephan Grimm. Er hatte seinen Gegner bereits in der Brücke, konnte ihn aber leider nicht festhalten. So siegt er 12:5 nach Punkten. Spektakulär setzte sich Daniel Geist in Szene. Nur eine Sekunde vor Schluss schulterte Daniel seinen Gegner nach Punkteführung. Clever rang Routinier Heiko Kupfernagel. In einem ungefährdeten Kampf nahm er Daniel Bergmann Punkt für Punkt ab und gewann verdient. Nicht so richtig traute sich an diesem Abend Daniel Olszewski. Er zeigte zuviel Respekt vorm Alter und vergab somit wertvolle Punkte und Möglichkeiten. Das genaue Gegenstück dazu war Martin Mach. Respektlos und ohne Furcht setzte er mit einem Wurf über die Brust (man bedenke: im freien Stil!) erste Akzente. Im weiteren Kampfverlauf musste er sich dann allerdings der ungeliebten Stilart beugen. Die Punkte gingen an die Berliner.
Die letzten Punkte holte der Coach selbst. Norman Finke musste über die volle Zeit. Der Berliner Uwe Büttner setzte ihm hart zu, konnte ihm allerdings keine Punkte abnehmen. Die entscheidende Wertung holte sich Norman und somit auch den verdienten Punktsieg. Bleibt zu wünschen, dass Arterns Zweite Schritt für Schritt an Erfahrung und Leistungspotenzial gewinnt, denn die "Alten" werden nicht jünger