Arterns Rechnung ging nicht auf

AC Germania Artern - RSV Rotation Greiz 14:16,5

Es war am Ende nicht das Ergebnis, welches man sich am vergangenen Samstag eigentlich gegen die Gäste aus Greiz ausgerechnet hatte. Bekannt war, daß der Bundesligaabsteiger neben Jena zu den Topfavoriten der Liga zählt und das einige Ringkämpfer sicher das Maß der Dinge in dieser Staffel darstellen. Trotzdem schien nach dem Wiegen ein Sieg aus Sicht der Germanen machbar.

Doch dieser mögliche Sieg musste erst einmal erkämpft werden. Und da kamen die Arterner ein wenig ins Straucheln. Jan Scholz, bisher ungeschlagen, durfte sich am Kampfabend ausruhen. Sein Gegner hatte das Gefecht schon auf der Waage verloren. Doch der Vorsprung hielt nicht lange. Tino Hempel, ein Mann mit Bundesligaerfahrung, holte mit dem Schlussgong die vollen Punkte gegen Steffen Steinbrück. Auch Tilo Frisch musste gegen den Tschechen Petr Klikos Federn lassen, konnte jedoch durch starke Gegenwehr den Schaden in Grenzen halten. Keine Chance hatte an diesem Abend der Greizer Patrick Klug gegen einen wie entfesselnd ringenden Maik Oppermann. Nach 10 zu 0 Punkte- Führung schultert Maik, dessen Formkurve klar noch oben zeigt, seinen Gegner.

Zurück im Arterner Team ist Steve Brylla. Trotz Trainingsauszeit - Steve ist momentan bei der Bundeswehr - hielt er gegen den Greizer Bundesligaringer Johannes Wrensch gut mit. Mit einer Punktniederlage lag Steve an diesem Abend voll im Soll. Der Pausenstand von 8 zu 8,5 ging voll in Ordnung. Noch schien alles möglich. Aber es wurde viel schwerer als erwartet. Michael Getschmann musste gegen Stefan Lippke in die Verlängerung. In einem harten, aber gleichwertigen Gefecht zog dann Michael den kürzeren. Die wertvollen Mannschaftspunkte sicherten sich somit die Greizer.

Für die Arterner schlug Tobias Boeck zurück. In schon gewohnter Manier holte er gegen Jörg Bobeck volle Punkte. Auch Robert Fuchs punktet für den AC Germania. Allerdings fiel es ihm gegen Benjamin Giegling schwer, die entscheidende Wertung zu machen.

Noch führten die Germanen mit 14 zu 10,5. Da abzusehen war, dass Swen Nickel mit Sören Hoemke den schwersten Brocken der Greizer serviert bekommt, wäre ein Sieg von Team-Kapitän Mario Panitzsch schon im Vorfeld die Rettung gewesen. Doch das sollte an diesem Abend nicht sein. Mario ließ sich von dem höchstens gleichwertigen Matthias Lachmann den Schneid abkaufen und verlor knapp nach Punkten. Und so kam es, wie es kommen musste. Swen Nickel musste volles Risiko gehen und fand in Sören Hoemke seinen Meister.

Die 14 zu 16,5 Niederlage tut sicher weh. Gerade, weil sie eigentlich nicht hätte sein müssen. Die Tabellenführung in der regionalliga Mitteldeutschland ist der AC Germania Artern damit erst einmal los.

Doch es gilt nach vorn zu schauen. Schon am kommenden Samstag geht es in Werdau weiter. Und dort möchte der AC Germania Artern wieder angreifen.