Arterner besiegen ihr Schneeberg-Trauma

Einen klaren Auswärtssieg holten sich Arterns Germania-Ringer am Samstag im erzgebirgischen Schneeberg. Im offenen Schlagabtausch gewannen die Unstrutstädter 7 der 10 Begegnungen, beendeten ihr Schneeberg-Trauma und bleiben Spitzenreiter.

Schon auf der Anreise konnte man den Optimismus der Ringkämpfer spüren. Die zum Teil deutlich ausgefallenen Niederlagen waren im Langzeitgedächtnis längst gelöscht. Hier und jetzt wollte jeder nur gewinnen. Diese knisternde Spannung war ein guter Motor für den Wettkampfverlauf. Wieder einmal fuhr Jan Scholz die wichtigen Auftakt-Punkte ein, schulterte seinen Gegner nach nur einer Minute. Vor einer unlösbaren Aufgabe stand Marcel Hunger. Gegen den tschechischen Meister Jiri Matasek hatte er klar das Nachsehen. Doch steckten die Germanen den Kopf nicht in Sand. Tilo Frisch stellte in gewohnter Manier (Respekt!) den Punktevorsprung wieder her. Genauso Robert Fuchs. Klar auf Freistil ausgerichtet, besiegte er Frank Witscher klar nach Punkten. Im letzten Kampf vor der Pause zeigte Christian Oppermann, was in ihm steckt. Am Mattenrand eher unscheinbar, mutiert er auf der Matte zum attackierenden "Tier". Beim Kampf von Michael Getschmann gegen den Tschechen Vaclav Scheiner eskalierte die Situation fast. Natürlich wollten die Schneeberger daheim gewinnen, trotzdem sollte auch das Publikum fair bleiben. Diesmal war es hart an der Grenze. Eine Niederlage konnte Michael nicht abwenden, fiel aber durch enormen Kampfgeist auf. Den legte auch Tobias Boeck an den Tag. Er rang seinen Gegner derart nieder, dass dieser nach 5,30 min das Handtuch warf. Einen klaren Aufwärtstrend zeigt auch Maik Oppermann, rang diesmal konsequent und holte die nächsten Punkte für den AC. Damit stand der Sieg schon fest. So fehlte vielleicht Mario Panitzsch die letzte Anspannung. Er unterlag André Singer. An diesem Abend war das allerdings nicht so tragisch.

Nur mit Halbgas kann dagegen Swen Nickel auf keinen Fall ringen. Es war Bilderbuchreif, was Swen ablieferte. Nach missglücktem Überwurf legte er noch einmal nach und nagelte seinen Gegner per Kopfhüftschwung auf der Matte fest.