Feierabend.

KFC LeipzigAC Germania Artern

18 - 14


2015-12-20-001

Daniel Geist stand gegen Nico Graf nach einer Schleuder kurz vor dem Schultersieg, Graf konnte sich aber befreien.

Bericht: Thomas Grosche

Es ist aber auch zum Haare raufen. Wenn es gegen Artern geht, scheinen die gegnerischen Teams eine Extraportion Motivation zu schöpfen. Der KFC Leipzig, in den vorangegangen Kämpfen immer wieder von Verletzungssorgen geplagt, räumte extra zum Saisonfinale gegen den AC Germania das Lazarett. Neben Adam Bienkowski stand somit auch Nico Graf wieder auf der Matte und aus einem wackligen Teamkonstrukt formierten die Messestädter eine schlagkräftige Truppe.

Die Wiegeliste versprach einen abwechslungsreichen Kampf, theoretisch stand es auf dem Papier bereits 5 zu 5 nach Kämpfen. Für ausreichend Stimmung in der Halle war gesorgt. Die Germanen hatten weit über 100 Fans im Schlepptau. Heimkampfatmosphäre schlechthin für die Arterner Ringkämpfer und trotz der Unterstützung hat es auch beim letzten Kampf der Saison wieder einmal nicht gereicht. 5 Kämpfe wurden vor Ablauf der regulären Kampfzeit entschieden und leider waren es zu Gunsten der Leipziger derer drei.

Marco Scherf kämpfte bis zum Umfallen, musste sich aber kurz vor Schluss Avgustin Spasov geschlagen geben. Schlimmer erwischte es Steve Brylla, der im Duell gegen Stephan Ivanov verletzt aufgeben musste. Von hier beste Genesungswünsche an den Germanen.

Und auch auch für Tim Walther war das Hemd zu kurz. Gegen Gagik Egiazarian konnte Tim keine Akzente setzen, schmerzlich ist der Verletzungsausfall von Juan Nguyen, denn auch hier waren die vier Punkte weg. Für das Publikum umso dramatischer, stand es doch vor dieser letzten Begegnung noch 14 zu 14.

Doch scheinbar sind die Fans des AC Germania eine Spezies für sich, stehen sie trotz der Niederlagen und dem eigentlichen Abstieg aus der Bundesliga wie eine Wand hinter dem Team. Und auch nach der Niederlage in Leipzig gab es stehende Ovationen für die Verlierer.

Das ist verrückt. Doch bei Lichte betrachtet, hatte es das Team sich auch verdient.

Anulak Eisenhardt stand die ganze Serie seinen Mann. Nicht nur auf der Matte, sondern auch auf der Waage. Jede Woche 4 Kilo Gewicht zu machen zehrt nicht nur an der Substanz, sondern auch an der Psyche. Trotzdem war er wieder einmal bereit und rollte den Leipziger Kevin Müller schwindelig. Damit ist das Weihnachtsfest für Wap gesichert, mich würde dann nur mal sein Gewicht nach dem Jahreswechsel interessieren. Guten Appetit.

Bei den schweren Jungs fetzten sich Daniel Geist und Nico Graf. Und hier war die Überraschung fast perfekt. Kurz vor Ablauf der ersten Runde schleuderte Geisti den Leipziger und beförderte ihn auf beide Schultern. Leider wurde nicht abgepfiffen, Kampfrichter Andre Schedler stand zu diesem Zeitpunkt nicht optimal. Schade. Kurioser Weise gab es in der 2.Runde eine ähnliche Situation, nur unter anderen Vorzeichen. Von daher kein Grund zum ärgern. Nico Graf gewinnt nach Punkten und es steht 3 zu 4 für den AC.

Einen starken Kampf liefert der jüngste im Team, Alexander Lehmann ab. Gegen den wiedergenesenden Freistilspezialisten Adam Bienkowski entwickelt sich ein Duell auf Augenhöhe. Auch wenn Alex nach Punkten unterliegt, muss man dem 15-jährigen Respekt zollen. Ringerisch eine Augenweide, bleibt zu wünschen, das er sich auf diesem Niveau weiterentwickeln kann.

Die nächsten Zähler holt Markus Knobel. Gegen Jan Richtsteig punktet Markus zuverlässig bis zum 0 zu 9 Endstand.

Erwartet schwer tut sich Oldrich Varga mit Tom Zymara. Schon beim Hinkampf war es eine knappe Kiste und auch in Leipzig wird es eng. Im Stand erkämpft sich der Germane durch seine Aktivität Vorteile, kann diese aber nicht in der angeordneten Bodenlage in Punkte umwandeln. Trotzdem gewinnt Olda 4 zu 0.

Einen stimmungsvollen Schlusspunkt setzt Trainingskamerad Jan Zizka. In seiner ihm eigenen Art zu kämpfen, ist Jan immer wieder für Überdachungen gut. Auch diesmal zaubert er und befördert Arne Brömme mit eine sehenswerten Kopfschleuder auf beide Schultern. Phänomenal.

Und fast hätten wir einen vergessen. Plamen Tashev. Der Bulgare hatte sich längst mit seiner offenen und sympathischen Art in die Herzen der Fans gerungen. Er und seine Freundin Radoslava fühlten sich sichtlich Wohl im Umfeld des AC Germania. Doch nun hieß es „Auf Wiedersehen!“. Der Kampf gegen Rene Zimmermann war da fast schon Nebensache, ging es doch direkt im Anschluss der Begegnung direkt zurück nach Bulgarien. Ein Punktsieg war das Abschiedsgeschenk von Plamen an sein Team und die Fans.

Am Ende stand es 18 zu 14 für den KFC Leipzig. Eine überaus spannende und unterhaltsame Saison fand für den AC Germania ihr Ende. Es wurden Siege bejubelt und viel Lehrgeld gezahlt. Der letzte Tabellenplatz ist bitter, doch spricht er nicht die ganze Wahrheit, oft ging es eng zu und war spannend bis zum Schluss.

An dieser Stelle möchte sich der AC Germania bei allen Sportlern, Helfern, Fans und natürlich den zahlreichen Sponsoren bedanken. Wir wünschen allen ein wunderschönes Weihnachtsfest, angenehme Stunden im Kreise der Familien, einen guten Rutsch in neue Jahr und natürlich Kraft, Gesundheit und Glück für die neuen Herausforderungen 2016. Das war`s. AC,AC,AC.


Einzelergebnisse

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