Zum Glück ist es nur Sport

WKG Pausa/PlauenAC Germania Artern

16 - 11


2015-12-06-001

Tim Walther hatte es mit dem polnischen Meister Erik Maj zu tun, versuchte alles, musste sich aber technisch geschlagen geben.

Bericht: Thomas Grosche

Nein, es war keine angenehme Rückfahrt aus dem vogtländischen Pausa nach Arten. Ausgezogen waren die Germanen, um die Minimalchance auf den Klassenerhalt mit einem Auswärtssieg am leben zu halten.

Theoretisch eine machbare, wenn auch schwere Mission, doch die Realität war auch diesmal wieder eine Andere. Und so hämmerten in den Köpfen der meisten Beteiligten die typischen „hätte, wäre,wenn“ Gedanken umher, ohne auch nur den Ansatz einer Befriedigung zu erfahren.

Es war nicht alles schlecht in der Schulturnhalle zu Pausa, aber es war wieder einmal nicht gut genug. So kurz standen die Germanen davor, doch am Ende stand es 16 zu 11 und die Arterner Ringkämpfer verließen gesenkten Hauptes den Schauplatz des Geschehens.

Und es fing eigentlich gar nicht so schlecht an. Anulak Eisenhart holte den ersten Punkt für den AC. Nach Geburtstag und Gewichtmachen, einem Widerspruch an sich, fiel es Wap diesmal schwerer als gewohnt, trotzdem siegt er nach einem vom Kampfgericht initiierten Punktedurcheinander. Die Videoanalyse wird Aufschluss geben, was da so alles schief lief an diesem Abend.

Auch beim Kampf von Daniel Geist gegen David Peplowski gingen ein paar Punkte unter, ob es Berechnung war oder im Eifer des Gefechtes passierte, werden wir wohl nie erfahren. So verliert Geisti denkbar knapp mit 12 zu 11.

In Führung gehen die Gastgeber nach einem ungefährdeten Überlegenheitssieg von Adam Slowinski gegen Stephan Knopf. Doch Plamen Tashev kann die Scharte auswetzen.

Gerade an seiner alten Wirkungsstätte, er hatte mehrere Jahre für den KSV gerungen, wollte er beweisen, was in ihm steckt. Gegen den jungen, talentierten Felix Kästner geht Plamen mit sehenswerten Überwürfen in Führung und schultert seinen Gegner kurz vor dem Kampfende. Marko Scherf ist es, der noch Einen drauf setzt. Gegen Werner Schellenberg gibt Marko richtig Gas und hat den Mannschaftskapitän der Vogtländer zweimal in der gefährlichen Lage, aus der sich Schelle aber wieder befreien kann. Trotzdem macht Marko Scherf den Sack zu und gewinnt 6 zu 1 nach Punkten.

Da kommt Bewegung in das Germanialager und die mitgereisten Fans starten schon euphorische Hochrechnungen über den Ausgang des Mannschaftskampfes. Ja, der 5 zu 7 Pausenstand verleitet dazu. Doch eine Pausenführung ist wie eine Herbstmeisterschaft im Fußball, sie ist schlichtweg nichts wert. Leider müssen die leidgeprüften Germanen diese Erfahrung auch an diesem Abend machen.

Aber noch läuft alles bestens für den AC, denn Michal Pietrzak legt weiter nach. Im Freistilduell gegen Zalik Sultanov zaubert die Allzweckwaffe der Arterner. Michal, einsetzbar in beiden Stilarten und in allen Gewichtsklassen ab 85 kg aufwärts, schultert Sultanov kurz vor der Pause. Eine angenehme Ruhe macht sich im Fanblock der Gastgeber breit. Artern führt 5 zu 11 in Pausa, doch leider ist es noch nicht vorbei.

Schon im nächsten Kampf bekommen die Germanen ihre Grenzen aufgezeigt. Tim Walther müht sich vergebens, erkämpft einen Wertungspunkt, muß sich aber trotzdem technisch unterlegen dem Ungarn Eryk Maj geschlagen geben.

Gibt es noch Hoffnung? Schließlich steht nun mit Oldrich Varga der erfolgreichste Germane am Start. In einer kampfbetonten, aggressiven, aber jeder Zeit fairen Begegnung hat Olga gegen Maximilian Schwabe das Nachsehen. Ja, denkbar knapp, trotzdem sind zwei Mannschaftspunkte weg. Es steht 11 zu 11, die Gastgeber holen auf.

Und auch das Duell zwischen Jan Zizka und Karel Hanak läuft erwartungsgemäß zu Gunsten der Vogtländer. Jan kämpft, versucht alles mögliche und zieht trotzdem den Kürzeren.

Vor dem letzten Kampf steht es 14 zu 11 und eigentlich wäre noch etwas möglich. Aber an diesem Abend läuft mal wieder alles zusammen. Juan Nguyen muss verletzt pausieren, dafür rückt Christian Kleint ins Team. Nach langer Wettkampfabstinenz wollte Oppi eigentlich längst die Ringkampfschuhe an den berühmten Nagel hängen. Auf den Einsatz in der 2. Bundesliga hätte er sicher gern verzichtet, stellt sich aber in den Dienst der Mannschaft.

Und so kommt es wie es kommen musste. Oppi kann das Ruder nicht mehr rumreißen und verliert nach Punkten.

Noch stehen 2 Kämpfe aus. Noch immer ist es rechnerisch möglich, die Klasse zu halten. Das am Samstag der Tabellenvize Greiz nach Arten kommt, spielt dabei auch keine Rolle mehr.

Wir drücken die Daumen, dass sich unsere Sportler von den Blessuren vom Samstag erholen.

Und zu guter Letzt hätten wir ja dann auch noch die Saisonabschlußparty. Traditionell findet diese ja nach dem letzten Heimkampf der Saison statt, also am 12.12.2015.

An dieser Stelle möchten wir schon einmal alle Fans recht herzlich einladen. Und bringt bitte gute Laune mit. Egal wie es ausgeht, ringerisch haben wir bisher die beste Saison aller Zeiten beim AC Germania gesehen. Na, wenn das kein Grund zum Feiern ist. AC,AC,AC.


Einzelergebnisse

2015-12-06-002


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